„Es geht noch was in der Serie“

Sport / 14.04.2021 • 22:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vorbild auf und abseits vom Eis: Lustenaus Kapitän Max Wilfan.Lerch
Vorbild auf und abseits vom Eis: Lustenaus Kapitän Max Wilfan.Lerch

Max Wilfan und EHC Lustenau möchten Laibach nochmals fordern.

Lustenau Er spielt in der Form seines Lebens. Maximilian Wilfan, Kapitän des EHC Lustenau, gehört zu den tragenden Säulen im Spiel des österreichischen Zweitligameisters. Was die Statistik unterstreicht: 65 Punkte sammelte der 30-jährige Stürmer in 42 Spielen, so viele wie nie zuvor in seiner Karriere. Im vierten Play-off-Halbfinale heute (19.30 Uhr) gegen Olimpija Laibach in der Rheinhalle sollten noch welche dazukommen. Lustenau möchte nach dem 2:1-Sieg in Slowenien mit einem weiteren Erfolg in der Best-of-five-Serie auf 2:2 ausgleichen. „Es geht noch was in der Serie“, sagt Wilfan.

In die Wiege gelegt

Auf die Frage, wo die späte Hochform herkommt, lächelt Wilfan: „Es läuft heuer einfach gut. Zum einen stehen mir mit Chris (Anm.: D‘Alvise) und Rasta (Martin Grabher Meier) gute Mitspieler zur Seite, das macht es einfacher. Und ich habe Spaß. Vielleicht musste ich 30 Jahre alt werden, um ein bisschen lockerer drauf zu sein.“

Erblickt man wie Wilfan in Klagenfurt das Licht der Welt, werden Schlittschuhe und Eishockeyschläger in die Wiege gelegt. Noch dazu ist Wilfan familiär vorbelastet. Onkel Herbert Pöck ist eine KAC-Legende, vielfacher Internationaler und Ex-Teamchef, Cousin Thomas Pöck spielte in der NHL, Bruder Franz wagte früh den Sprung in eine amerikanische Nachwuchsliga. Max versuchte sich in jungen Jahren im Nachwuchs von Malmö und Grums, fand dann über Graz den Weg nach Dornbirn, spielte für die Bulldogs in der EBEL-Premierensaison.

Mittlerweile trägt Wilfan das EHC-Trikot bereits in der achten Saison. „Ich habe nicht vor zu wechseln“, möchte er dem Klub treu bleiben. Lustenaus Präsident Herbert Oberscheider hält große Stücke von seinem Mannschaftsführer, nicht nur der Statistik wegen. „Max ist ein hervorragendes Sportler-Vorbild, ein richtiger Kapitän, er steht voll im Leben. Er wird im Beruf gefordert und ist für mich in der höchsten Liga eines Amateursportlers mit Profieinstellung angesiedelt.“

Die Doppelbelastung als Pädagoge in der Mittelschule Dornbirn-Markt mit den Fächern Englisch und Sport sei gerade im Play-off mit vielen Terminen unter der Woche fordernd, erzählt Wilfan. „Auf der Heimfahrt von Laibach konnte ich im Bus ein wenig schlafen. Um fünf Uhr früh sind wir nach Hause gekommen, ich habe mich nochmals hingelegt. Die ersten beiden Unterrichtsstunden hat eine Kollegin übernommen. Die Strapazen sind aktuell sehr groß.“

Simpel spielen

Beim 2:1 in Laibach lieferte der EHC ein perfektes Auswärtsspiel ab, jetzt heißt es auch auf eigenem Eis fehlerlos zu bleiben. „Der gute Start war sehr wichtig. Wir lagen gegen Laibach in den ersten beiden Spielen nach dem ersten Drittel zwei Mal 0:2 zurück, dann wird es schwer. Torhüter Anthony Morrone hat uns extrem geholfen. Wir sind mit 0:0 in die erste Pause gegangen. Dann haben alle gemerkt, da geht etwas für uns. Es ist gelungen, in der eigenen Zone simpel zu spielen. So müssen wir es auch heute im Heimspiel angehen. Je länger das Spiel knapp gehalten wird, umso mehr steigt der Druck beim Gegner.“

„Es läuft in dieser Saison sehr gut. Ich habe Spaß und sehr gute Mitspieler.“

eishockey

Alps Hockey League 2020/21

Halbfinale  Best-of-five

Heute spielen

EHC Lustenau – Olimpija Laibach 19.30 Uhr

SR Holzer, Schauer, Eisl, Martin – ValcomeTV live Serie: 1:2 (2:4, 0:6, 2:1)

Asiago Hockey – HDD Jesenice 19.00 Uhr

SR Lazzeri, Moschen, Cristeli, DeZordo  Serie: 2:1 (3:4 n. V., 4:1, 5:3)