Austria-Trainer steht nicht zur Debatte

Sport / 15.04.2021 • 22:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Lustenau traut man Alexander Kiene zu, den Negativtrend zu stoppen.gepa
In Lustenau traut man Alexander Kiene zu, den Negativtrend zu stoppen.gepa

Alexander Kiene fest im Sattel, Austria ruft zu Spenden auf.

Lustenau Viel Zeit blieb den Lustenauern nicht, um die Wunden nach der 0:2-Niederlage beim FC Dornbirn zu lecken. Heute geht es bereits in den nächsten Spieltag mit einem Heimspiel (18 Uhr) gegen den Kapfenberger SV. Für Sportkoordinator Alexander Schneider „genau der richtige Zeitpunkt, um eine Reaktion auf die Derbyniederlage zu zeigen. Ab sofort müssen wir schauen, dass wir in den noch ausbleibenden Matches sportlich positive Schlagzeilen schreiben“.

Überzeugt vom Coach

Eine Trainerdebatte ob der sieben Niederlagen in zehn Spielen will Schneider nicht aufkommen lassen. „Wir im Klub sind von Kiene und seiner Arbeit überzeugt, glauben daran, dass er die Situation auch drehen kann. Ich gehe felsenfest davon aus, dass er auch im nächsten Jahr Trainer bei Austria Lustenau ist“, so der Deutsche. Ebenfalls Rückendeckung bekommt der 43-Jährige laut Schneider von Kooperationspartner Core-Sports. Dessen Geschäftsführer Ahmet Schaefer ist über die Vorgänge in Mannschaft und Klub bestens informiert. „Man bleibt ruhig in Frankreich. Das Credo: Die sportliche Situation annehmen und sich wieder herausarbeiten. Die Zeit dafür wird Kiene gegeben“, erklärt Schneider.

Ebenso brisant war für den strategischen Partner aus Frankreich dann wohl die Meldung über die Verweigerung der Lizenz. „Darüber war man bei Core-Sports verwundert. Aber auch in diesem Fall bewahrt man Ruhe und ist sich sicher, dass wir beim Klub dies regeln können“, gibt der Sportkoordinator zu Protokoll. Auch einem etwaigen früheren Ausstieg von Core Sports Capital aus der Kooperation mit der Austria schiebt Schneider einen Riegel vor: „Dafür gibt es keine Anzeichen. Core Sports sieht diese Zusammenarbeit weiterhin als längerfristig an. Man verfolgt dabei weiterhin einen gemeinsamen Plan“. Ob Schaefer im Fall der Fälle auch Geld in die Austria pumpt – ohne Zustimmung der Bundesliga zum Stadionprojekt fehlen der Austria 460.000 Euro – kann Schneider nicht beantworten, „wobei man nicht vergessen darf, dass der Kooperationspartner in Form von Spielern, Mitarbeitern und den „Österreicher-Topf“ ja schon Zahlungen für den Klub tätigt“.

Spenden für die Austria

Das tiefe Loch in der Vereinskassa durch die Verweigerung der Lizenz ließ die Vereinsverantwortlichen erfinderisch werden. So wendet man sich mittels Crowd-Funding an seine Fans. Diese sollen per Spenden wieder harte Währung in die Vereinskassa spülen. Mit folgendem Aufruf: „Unter dem Motto „Nur mit üh zämmo!“ bittet der Vorstand sowie die Geschäftsführer alle Austrianer, Gönner und Partner dem Verein durch diese schwierige Situation zu helfen und finanziell zu unterstützen!“ VN-MKR