Der EHC bleibt im Meisterrennen

Sport / 15.04.2021 • 23:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Laibach bekundete große Mühe, die Lustenauer Toplinie mit Martin Grabher Meier, Chris D‘Alvise und Max Wilfan (v. l.) in den Griff zu bekommen.Alexandra Serra
Laibach bekundete große Mühe, die Lustenauer Toplinie mit Martin Grabher Meier, Chris D‘Alvise und Max Wilfan (v. l.) in den Griff zu bekommen.Alexandra Serra

Lustenauer erzwingen gegen Laibach mit tollem Kampf Entscheidungsspiel in der Halbfinalserie.

Lustenau Alle, die geglaubt hatten, der 2:1-Auswärtssieg des EHC in Laibach am Dienstag sei eine Eintagsfliege gewesen, wurden gestern Abend eines Besseren belehrt. Auch im vierten Spiel konnten sich die Eislöwen mit einem weiteren 2:1-Erfolg gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten aus Slowenien durchsetzen, glichen die Serie auf 2:2 aus.

Lustenau legte vor

Wurden die Lustenauer beim Auswärtsspiel nach der vorherigen 0:8-Heimpleite wohl ein wenig unterschätzt, so zeigten die Laibacher gestern von Anfang an, dass sie nicht gewillt waren, in ein Entscheidungsspiel zu gehen. Die Gäste begannen druckvoll, waren überlegen, fanden aber nur wenige gute Einschussmöglichkeiten vor. Bei diesen war der wiederum starke Rückhalt Anthony Morrone auf dem Posten. Und der EHC präsentierte sich im ersten Drittel eiskalt. In der zehnten Minute netzte Routinier Martin Grabher Meier zur wichtigen 1:0-Führung ein. Als es bereits nach einer Pausenführung für die Truppe um Kapitän Max Wilfan aussah, wurden die Bemühungen der Laibacher aber doch noch belohnt. Juuso Pulli glich 33 Sekunden vor der Pausensirene aus.

Die von Trainer Mike Flanagan taktisch hervorragend eingestellten Lustenauer waren dadurch nicht geschockt, das Spiel wurde im Verlauf des zweiten Drittels immer ausgeglichener. Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie unbedingt einen vorentscheidenden Gegentreffer verhindern wollten. In der 38. Minuten jubelten die Gäste nur kurz über den vermeintlichen Führungstreffer, die Referees hatten aber zuvor ein Foul gesehen.

Im Schlussdrittel begann der EHC immer mehr an seine Siegchance zu glauben. Der Hausherr startete stark in das Schlussdrittel, aber auch Morrone musste bei schnellen Vorstößen der Gäste hellwach bleiben. Die Entscheidung fiel in einem fairen Spiel mit nur je zwei kleinen Bankstrafen dennoch im Powerplay. In der 50. Minute versenkte Verteidigers Renars Karkls die Scheibe im Kasten von Goalie Paavo Hölsa.

Showdown am Samstag

Die Gäste reagierten auf den Rückstand wütend, dominierten das Spiel, die sehr disziplinierten und leidenschaftlich kämpfenden Lustenauer ließen aber nur wenige Chancen zu. Schon drei Minuten vor dem Ende ersetzten die Laibacher den Goalie durch einen sechsten Feldspieler, aber auch daraus konnten sie kein Kapital schlagen. Nun kommt es am Samstag in Laibach zum Showdown und zur Chance auf die große Sensation. Auch das zweite Halbfinale zwischen Asiago und Jesenice wird erst im fünften Spiel entschieden. OP

eishockey

Alps Hockey League 2020/21

Halbfinale  Best-of-five

EHC Lustenau – Olimpija Laibach 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

SR Holzer, Schauer, Eisl, Martin  Serie: 2:2 (2:4, 0:6, 2:1, 2:1)

Torfolge: 10. 1:0 Grabher Meier, 20. 1:1 Pulli, 50. 2:1 Karkls (5:4-Überzahl)

Strafminuten: 4 bzw. 4

EHC Lustenau: Morrone; Connelly, Karkls, Hrdina, Krammer, Oberscheider, Winzig, Loibnegger; Grabher Meier, D‘Alvise, Wilfan, Wallenta, Ozolins, L. Haberl, Demuth, König, D. Haberl, Wüstner, Haas

Laibach: Hölsa; Stebih, Magovac, Pulli, Logar, Zorko, Vidmar; Ropret, Music, Pance, Vallerand, Simsic, Zajc, Brus, Cimzar, Bohinc, Ulamec, Kujavec, Sever

Asiago Hockey – HDD Jesenice 2:3 n. V (1:0, 0:1, 1:1)

SR Lazzeri, Moschen, Cristeli, DeZordo  Serie: 2:2 (3:4 n. V., 4:1, 5:3, 2:3 n. V.)

Torfolge: 4. 1:0 Frei, 25. 1:1 Sturm, 47. 2:1 McParland, 54. 2:2 Stojan, 75. 2:3 Planko

Strafminuten: 4 bzw. 4

Am Samstag spielen

Asiago Hockey – HDD Jesenice 17.30 Uhr

Olimpija Laibach – EHC Lustenau  19.30 Uhr