Die Mentalitätsfrage stellt sich nicht

Sport / 17.04.2021 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Mentalitätsfrage stellt sich nicht
Manuel Thurnwald bleibt Altach treu, wird aber heute in Ried fehlen. GEPA

27 Tage nach dem letzten Duell heißt der Gegner von Cashpoint SCR Altach wieder Ried.

Altach Die Geschichte beider Mannschaften ist eine lange, seit der Saison 1991/92 stehen sich der Cashpoint SCR Altach und die SV Ried in verschiedensten Bewerben gegenüber. So begegnen sich die Teams am Samstag zum 31. Mal, in der Bundesliga ist es das Duell Nummer 27, gerade einmal 27 Tage nach dem letzten Aufeinandertreffen. Damals drehte Altach im Heimspiel ein 0:1 in ein 2:1, danach rückte Rieds Cotrainer Andreas Heraf (53) in die Chefrolle auf. „Ein Team mit sehr viel Tempo“, sagt Canadi über Ried. „Das haben sie sich zuletzt zunutze gemacht und vor allem auf Umschaltspiel gesetzt. Wir werden sehen, wie sie es nach zwei Siegen gegen uns anlegen. Auf jeden Fall sind wir bestens vorbereitet.“ Mehr noch: „Wir haben uns auch etwas überlegt“, sagt der 50-Jährige, der bekannt dafür ist, seine Taktik immer passgenau auf den jeweiligen Gegner abzustimmen. Einblicke in seine taktischen Überlegungen lässt Canadi nicht zu. Viel lieber spricht er über grundlegende Dinge, wie: „Natürlich wünsche ich mir vorne mehr Akzente. Im vorderen Drittel fehlen uns noch die Lösungen. Daran arbeiten wir sehr intensiv.“ Zumindest personell will er in der jetzigen Phase, so nicht gezwungen, nicht allzu viele Veränderungen vornehmen. Weil er den Spielern das Vertrauen zurückgeben will, weil sich „alle im Training voll reinhauen“, weil er wertschätzt, wie sich die Spieler in der Situation verhalten. Sie wären es, die in den vergangenen Woche die richtige Antwort auf die Mentalitätsfrage am Platz gegeben haben. Man arbeite von Spiel zu Spiel in Richtung gemeinsames Ziel Klassenerhalt. Oder wie es Ried-Coach Heraf ausdrückt: „Altach spielt unspektakulär, jedoch auf den Endzweck ausgerichtet.“ Was zudem auffällt? Altach hat die letzten zwei Spiele gegen Ried gewonnen, erstmals in der Geschichte. Die Innviertler ihrerseits siegten in beiden Spielen unter Neocoach Heraf.

Mögliche Aufstellungen

SV RIED

AUFSTELLUNG (4-4-2) Sahin-Radlinger; Meisl, Reifeltshammer, Boateng, Gragger; Ziegl, Offenbacher, Bajic, Wießmeier; Stefan Nutz, Grüll

ERSATZ Daniliuc; Kerhe, Reiner, Lackner, Schmidt, Satin, Canadi, Borsos

CASHPOINT SCR ALTACH

AUFSTELLUNG (3-4-1-2) Kobras; Subotic, Dabanli, Bumberger; Fischer, Netzer, Haudum, Edokpolor; Obasi; Maderner, Daniel Nussbaumer

ERSATZ Casali; Oum Gouet, Karic, Bukta, Tartarotti, Meilinger, Wiss

FRAGLICH Thurnwald (nach Erkrankung)

ES FEHLEN Schreiner (Sprunggelenksverletzung), Carando (überzähliger Ausländer), Zwischenbrugger (Gelbsperre)


Mit Rückkehrer Emir Karic kann Canadi planen, auf Manuel Thurnwald, der seinen Vertrag über die Saison hinaus verlängerte, wird er noch verzichten müssen. „Ich habe hier das beste Umfeld, um mich sportlich zu entwickeln“, ist sich der 22-jährige Wiener sicher. Neben Thurnwald fehlt mit dem gelbgesperrten Jan Zwischenbrugger (30) ein weiterer wichtiger Mann in der Altacher Abwehrkette.

„Ich wünsche mir vorne mehr Akzente. Im letzten Drittel fehlen uns noch Lösungen.“

Damir Canadi, Cashpoint SCR Altach