Renate Götschl kandidiert

Sport / 18.04.2021 • 22:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Renate Götschl bewirbt sich als Kandidatin für das ÖSV-Präsidentenamt. gepa
Renate Götschl bewirbt sich als Kandidatin für das ÖSV-Präsidentenamt. gepa

Die ehemalige Skirennnläuferin geht ins Rennen um das Amt der ÖSV-Präsidentin.

Graz Im Rennen um die Nachfolge von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bewirbt sich nun überraschend auch Renate Götschl. Das wurde aus dem Umkreis der ehemaligen Skirennläuferin und mehrfachen Weltmeisterin bekannt. Die 45-jährige Steirerin soll vom steirischen Skiverband, wo sie seit mehreren Jahren Vizepräsidentin ist, nominiert werden. Schröcksnadel scheidet nach 31 Jahren aus dem Amt aus.

Zuvor waren der ehemalige Rennläufer Michael Walchhofer aus Salzburg sowie Michael Huber vom Kitzbüheler Ski Club als Kandidaten bekannt geworden. Huber hat mittlerweile zurückgezogen. Die Nominierung der zweifachen Mutter Götschl kommt doch etwas überraschend. Allerdings ist die einstige „Speed Queen“ aus Obdach (46 Einzelweltcupsiege, 24 in der Abfahrt) schon seit Jahren im steirischen Skiverband tätig und bringt sich dort stark ein, vor allem für den Nachwuchs. Götschls Töchter fahren begeistert Skirennen.

„Ich kenne noch keine Fakten dazu“, sagt Vorarlbergs Ski-Präsident Walter Hlebayna. „Renate hat das gerade publik gemacht. Seit sich Michael Huber zurückgezogen hat, sind wir von einem Kandidaten, nämlich Michael Walchhofer ausgegangen.“ Am Freitag steht die nächste Länderkonferenz auf dem Programm. „Wir werden uns anhören, wohin Götschls Vorstellungen gehen,“ wollte Hlebayna nicht vorgreifen, für welchen der Kandidaten sich Vorarlberg aussprechen wird.

Lang und reiflich überlegt

„Ich habe mich entschlossen, für die Funktion der ÖSV-Präsidentin zu kandidieren. Ich habe mir das sehr lang und reiflich überlegt, mit meiner Familie abgeklärt und traue mir zu, den ÖSV in eine gute Zukunft zu führen“, sagte Götschl. Sie habe auch bereits ihren Landespräsidenten, das Präsidium sowie Schröcksnadel über ihren Entschluss informiert und hoffe auf deren Unterstützung.

„Ich sehe mein Antreten nicht als Gegenkandidatur zu Michael Walchhofer oder vielleicht auch anderen, sondern als gesunden demokratischen Wettbewerb“, stellte Götschl klar. „Die Entscheidung werden die Landespräsidenten im Juni fällen. Bis dahin werde ich Überzeugungsarbeit leisten.“ Der Gewinnerin von neun WM- und zwei Olympia-Medaillen liegt besonders die Förderung und Nachwuchsarbeit der Kinder und Jugendlichen am Herzen. Hier will sie neue Akzente setzen. „Ich will, dass unsere Athletinnen und Athleten starke Persönlichkeiten sind, als Voraussetzung für Spitzenleistungen.“

„Ich traue es mir zu, den Österreichischen Skiverband in eine gute Zukunft zu führen.“