Enttäuschung statt Euphorie

Sport / 21.04.2021 • 22:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Stufenbarren zog sich Marlies Männersdorfer bei ihrem EM-Einsatz eine Verletzung am Ellbogen zu.ÖFT/Simone Ferraro
Am Stufenbarren zog sich Marlies Männersdorfer bei ihrem EM-Einsatz eine Verletzung am Ellbogen zu.ÖFT/Simone Ferraro

Sturz am ersten Gerät und Ellbogenblessur stoppen Marlies Männersdorfer bei der Kunstturn-EM in Basel.

Basel Die Erwartungshaltung war groß und die Niedergeschlagenheit am Ende verständlicherweise ebenso. Kunstturnerin Marlies Männersdorfer gelang bei ihrer dritten EM-Teilnahme in Basel nicht der vorgenommene Befreiungsschlag. Mit 47,499 Punkten und Rang 52 im Mehrkampf verfehlte die 23-Jährige der TS Jahn Lustenau den angepeilten Finalplatz klar um 3,481 Punkte. Unter 107 Turnerinnen aus 32 Ländern hätte Männersdorfer 50,098 Punkte benötigt, um sich in der bereinigten Liste (Anm. Maximal zwei Turnerinnen pro Nation im Finale startberechtigt) für die Entscheidung zu qualifizieren.

Sturz nach Flugkombination

Nach der starken Performance beim Podiumstraining vor zwei Tagen patzte die HLSZ-Sportsoldatin gleich am ersten Gerät, dem Stufenbarren. Bei einer Flugkombination kam sie zu Sturz und blieb mit 10,9 Punkten und dem 72. Platz in der Gerätewertung klar unter ihren Möglichkeiten. Dazu kam, dass sie die Blessur am Ellbogen im weiteren Verlauf des Wettkampfes behinderte und sie mit dem notgedrungen reduzierten Programm ihr Potenzial nicht ausschöpfen konnte. Nach den 12,1 Punkten (Rang 37) am Schwebebalken folgten 11,966 Zähler (Rang 52) am Boden und zum Abschluss 12,533 Punkte beim Sprung. „Ich war topmotiviert und fühlte mich gut. Der Sturz am ersten Gerät hat aber dann dafür gesorgt, dass der Wettkampf auf einer total schiefen Ebene verlaufen ist. Wahrscheinlich habe ich zu viel gewollt und deshalb zu viel riskiert. Deshalb ist auch die Enttäuschung groß. Ich habe mir unter normalen Umständen definitiv mehr erwartet“, betonte die Wahl-Dornbirnerin, die nach dem missglückten Auftritt am Boden zerstört war.

Etwas besser erging es Landsfrau Jasmin Mader, die mit 49,498 Zählern Platz 37 im Mehrkampf erreichte. Beim Sprung verpasste die 28-jährige Innsbruckerin als Zehnte um 0,05 Punkte die Teilnahme an der Entscheidung der Top-8-Athletinnen. VN-JD