Ein Einstand nach Maß

Sport / 25.04.2021 • 21:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Patrick Schnetzer bringt den Ball perfekt zur Mitte und Angriffsspieler Stefan Feurstein vollendet volley mit dem Vorderrad.VN/Sams
Patrick Schnetzer bringt den Ball perfekt zur Mitte und Angriffsspieler Stefan Feurstein vollendet volley mit dem Vorderrad.VN/Sams

Triumph für Radballduo Schnetzer/Feurstein beim Weltcup-Restart in Dornbirn.

Dornbirn Der Radball-Weltcup geht so weiter, wie er im Jänner 2020 zu Ende ging: Mit einem Triumph einer Vorarlberger Mannschaft. Der lang ersehnte Restart im von acht auf drei Turniere zusammengeschrumpften UCI-Weltcup 2021 in der Dornbirner Messeballsporthalle endet mit einem Erfolg von Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein. Während es für den 27-jährigen Schnetzer im 51. Weltcupturnier bereits der 29. Sieg sowie die 40. Top-3-Platzierung (29/8/3) war, durfte sich der um drei Jahre jüngere Feurstein fast neun Jahre nach seinem Premierentitel 2014 im japanischen Oita an der Seite von Martin Lingg über einen perfekten Einstand beim ersten gemeinsamen internationalen Auftritt mit dem erfolgreichsten Radballer der Gegenwart freuen. „Es fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch wie ein Märchen für mich“, frohlockte Feurstein.

Im Verlauf des Heimturniers konnten die beiden Lokalmatadore alle sechs Spiele siegreich beenden und brachten es auf ein Torverhältnis von 32:13.

Finalsieg gegen 2017-Weltmeister

Nach dem makellosen Durchmarsch in der Vorrunde, darunter einem 5:0 gegen die Trainingspartner Maximilian Schwendinger/Bastian Arnoldi, dem 7:2 gegen den RMC Stein, dem 6:3 gegen Zlin (Cze) und dem 3:2 im Kampf um den Gruppensieg gegen die Pfungener Severin und Benjamin Waibel konnte das neu formierte Duo seinen Erfolgsrun auch in der Entscheidung bestätigen. „Nach der langen Wettkampfpause war es natürlich schwierig, einerseits das eigene Leistungsvermögen, aber auch jenes der Gegner einzuordnen. Deshalb haben wir uns den Halbfinaleinzug als erstes Etappenziel gesetzt“, erklärt Schnetzer.

Dass in Blickrichtung WM, die Ende Oktober in Stuttgart geplant ist, die Formkurve passt, bestätigte Österreichs Paradeduo in der Finalrunde. Nach einem 5:3 gegen Lukas Schönenberger/Andreas Zaugg (Mosnang) wurden im Duell um den Tagessieg die 2017-Weltmeister Gerhard und Bernd Mlady aus Deutschland mit 6:3 bezwungen.

Die Dornbirner Pascal Fontain/Patrick Köck wurden im Endklassement Neunte nach einem 4:2-Sieg im Viermeterschießen gegen Schwendinger/Arnoldi. In der Vorrunde erreichten Fontain/Köck zwei Siege, ihre Klubkollegen blieben ohne Punktgewinn. VN-JD

„Den ersten gemeinsamen Weltcup zu gewinnen, ist natürlich ein perfekter Start.“

Schnetzer (l.) und Feurstein im erstmals vergebenen UCI-Siegertrikot bei einem Radball-Weltcup.
Schnetzer (l.) und Feurstein im erstmals vergebenen UCI-Siegertrikot bei einem Radball-Weltcup.