Finalticket an Siebenmeterlinie vergeben

Sport / 25.04.2021 • 19:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bregenz-Kapitän Lukas Frühstück war so wie bei den Fivers Lukas Hutecek der dominierende Akteur beim Cupfight. VN/Sams
Bregenz-Kapitän Lukas Frühstück war so wie bei den Fivers Lukas Hutecek der dominierende Akteur beim Cupfight. VN/Sams

Bregenz Handball mit couragiertem Cupfight und schmerzlicher 27:28-Niederlage gegen die Fivers.

Bregenz Der Klassiker Bregenz gegen die Fivers Margareten hätte definitiv mehr Zuschauer als die aktuell erlaubten 100 Fans verdient. In einem packenden Cupfight hatten die Gäste aus der Bundeshauptstadt am Ende nicht zuletzt aufgrund einiger fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter aus Oberösterreich die Oberhand und zogen mit einem 28:27-Erfolg ins Finale ein. Dort wartet am 9. Mai das Wiener Derby um die nationale Krone.

Den Bregenzern bleibt nach heroischem Kampf der schwache Trost, mit so viel Leidenschaft und Herzblut wie im Cup-Halbfinale, jedem Gegner Paroli bieten zu können. Bis zum Beginn der Best-of-three-Viertelfinalserie am 11. Mai auswärts bei Schwaz sollten die Festspielstädter an ihrer Siebenmeterausbeute arbeiten. Nicht weniger als vier vergebene Penaltys erwiesen sich als entscheidendes Manko im Duell zwischen dem Rekordmeister aus dem Ländle und dem Serien-Cupholder. Bregenz-Cheftrainer Markus Burger: „Ich kann meiner Mannschaft nicht wirklich einen Vorwurf machen. Sie haben von der ersten bis zur letzten Sekunde alles gegeben und eine tadellose kämpferische Leistung gezeigt. Einzig das Endergebnis hat nicht gepasst. Die Beurteilung, ob die fragwürdigen SR-Entscheidungen, die uns etwas mehr, aber auch die Fivers betroffen haben, für den Unterschied sorgten, will ich nicht öffentlich kundtun. Es ändert nichts mehr an der mehr als bitteren Niederlage.“

Frühstück trieb unentwegt an

Nach ausgeglichener Startphase, in der zunächst die Gastgeber mit 5:3 (9.) und anschließend 10:8 (19.) vorne lagen, wurden beim Stand von 15:15 die Seiten gewechselt. Auffällig dabei die Anzahl der Siebenmeter und Zeitstrafen: Bregenz war acht, Wien war zwei Minuten in Unterzahl und hatte auch bei den Freiwürfen mit 6:1 die Gunst der Schieris auf seiner Seite.

Nach dem 4:0 der Wiener auf 19:15 (35.) bewies Bregenz viel Moral. Angetrieben von Kapitän Lukas Frühstück stemmte man sich gegen die Niederlage. Selbst nach dem 19:19-Gleichstand (42.) und dem abermaligen Rückstand, zunächst mit 19:22 (46.) und später 21:24 (52.), ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen. In einer packenden Schlussphase war es Frühstück, der mit einem Doppelschlag, zuletzt 14 Sekunden vor dem Ende, den 27:27-Ausgleich erzwang. Doch die Vorfreude auf eine Verlängerung „zerstörte“ Fivers-Kreisläufer Tobias Wagner sechs Sekunden vor dem Ende mit dem 28:27-Siegtreffer für die Wiener. Spätestens jetzt wurde klar, dass das mit einem Siebenmeter geahndete technische Foul (21.) und die beiden aberkannten Tore für die Gastgeber vor der Pause, bei denen das vorangegangene Foul geahndet wurde und es keinen Vorteil gab, am Ende doch gravierendere Auswirkungen hatten als während des Spiels angenommen.

Präsident Roland Frühstück haderte mit einigen Pfiffen der Schiedsrichter.
Präsident Roland Frühstück haderte mit einigen Pfiffen der Schiedsrichter.