Jesse Marsch ist der nächste Dominostein

Sport / 28.04.2021 • 23:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Jesse Marsch ist der nächste Dominostein

Salzburg-Trainer soll sich mit Leipzig einig sein, bei den Bullen
indes steht Wolfburgs Oliver Glasner hoch im Kurs.

Leipzig Kein Tag ohne neue Gerüchte, der nächste Dominostein wackelt bereits verdächtig: In der Spitze der deutschen Bundesliga herrscht das große Stühlerücken. Die Trainer sind heiß auf den nächsten sportlichen Schritt, Spitzenmanager orientieren sich um und Rekord-Ablösesummen gehen über den Tisch. Der Wechsel von Julian Nagelsmann von RB Leipzig für 25 Millionen Euro zu Bayern München war erst der Anfang.

Denn nun ist das Karussell mit der Top Sieben der Liga so richtig in Fahrt. Am Mittwoch meldete der „kicker“, dass RB Leipzig sich mit Jesse Marsch (47) als neuem Cheftrainer einig ist, was wiederum Folgen für den VfL Wolfsburg haben könnte. Auch Frankfurt, Dortmund, Leverkusen und Mönchengladbach stellen sich aus freien Stücken oder gezwungenermaßen in der sportlichen Führung neu auf.

Noch nicht offiziell

Leipzig peilt trotz des Neuanfangs, der nach der Vertragsauflösung von Sportdirektor Markus Krösche umfassend ausfällt, den nächsten Schritt an. „Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder Veränderungen auf der Trainer-, Direktoren- und Spielerseite. Und wir sind jedes Jahr stärker zurückgekommen und konnten uns weiterentwickeln“, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Nun soll der US-Amerikaner Marsch vom Schwesterklub RB Salzburg kommen und dessen Lücke in der Mozartstadt könnte Oliver Glasner zum Absprung in Wolfsburg bewegen. Der 46-Jährige hält sich seit Wochen zu seiner Zukunft bedeckt. Eine kolportierte Ausstiegsklausel könnte greifen – wie immer öfter. Der Markt habe sich „dahin entwickelt“, er finde es „legitim“, stellte Gladbachs Manager Max Eberl nüchtern fest. Neu sind auch die vielen hohen Ablösen für Trainer. Eberls Borussia legte für den bisherigen Frankfurter Adi Hütter 7,5 Millionen auf den Tisch, nachdem man zuvor Marco Rose für fünf Millionen an Dortmund verlor. Der bisherige BVB-Chefcoach Edin Terzic wird nun auch im Wolfsburger Dunstkreis genannt. Gleiches gilt für den Ex-Bayern Mark van Bommel.

Auch in Leverkusen soll ein Niederländer hoch im Kurs stehen – gemeint ist Erik ten Hag von Ajax Amsterdam, der einst auch die zweite Mannschaft des FC Bayern coachte. Eine Weiterbeschäftigung von Hannes Wolf unterm Bayer-Kreuz scheint demnach unwahrscheinlich. Auch für ten Haag müssten die Chefs der Werkself wohl in die Kasse greifen und eine Ablöse aufbringen – und sich gegen eine Konkurrenz womöglich auch aus der Liga durchsetzen. Denn ten Haag könnte auch ins Profil der Frankfurter passen, die nach dem Abgang von Vorstand Fredi Bobic zu Hertha BSC und Sportdirektor Bruno Hübner einen Totalumbau bewältigen müssen.

In Salzburg hält man sich noch bedeckt, sowohl was Marsch als auch Glasner betrifft. Zumal beide ja einen Vertrag bis 2022 bei ihren Klubs haben und für die Salzburger am 1. Mai mit dem Cupfinale gegen den LASK ein wichtigtes Spiel ansteht.

„Wenn ich die Möglichkeit als Trainer in Leipzig haben soll, dann ist es eine super Idee für mich.“

Fußball

Von RB Salzburg zu RB Leipzig gewechselte Spieler seit der Gründung des sächsischen Vereins 2009 durch Red Bull

2012 Roman Wallner

2014 Stefan Hierländer, Thomas Dähne, Georg Teigl

2015 Yordy Reyna, Peter Gulacsi, Stefan Ilsanker, Rodnei, Nils Quaschner

2016 Naby Keita, Bernardo, Benno Schmitz

2017 Dayot Upamecano, Konrad Laimer

2019 Amadou Haidara, Hannes Wolf

2020 Hwang Hee-chan

2021 Dominik Szoboszlai