Tokio-Generalprobe am Rankler Baggersee

Sport / 07.07.2021 • 21:28 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Nicola Spirig (vorne), 2012-Olympiasiegerin und siebenfache Europameisterin, ist die große Favoritin beim Trans Vorarlberg am Sonntag ab 10.30 Uhr in Rankweil. GEPA
Nicola Spirig (vorne), 2012-Olympiasiegerin und siebenfache Europameisterin, ist die große Favoritin beim Trans Vorarlberg am Sonntag ab 10.30 Uhr in Rankweil. GEPA

Trans Vorarlberg geht am Sonntag als Mitteldistanz-Triathlon
mit hochkarätiger Besetzung in Rankweil über die Bühne.

Rankweil Eine herausfordernde Streckenführung, großartige Sportler und Sieger und viele Emotionen – dafür stand der Triathlon Trans Vorarlberg in den Jahren 1993 bis 1997. Der Wettkampf war ein Kult­event, das sich auch die Stars der Szene nicht entgehen ließen. 15 Jahre später, genau am 26. August 2012, gab es ein Revival des Klassikers vom Bodensee zum Arlberg. Initiator der Neuauflage war Thomas Kofler. Zum zehnjährigen Jubiläum des Kultevents war der umtriebige Funktionär, u. a. auch Teammanager des Radteams Vorarlberg, erneut dazu gezwungen, sprichwörtlich das Rad neu zu erfinden. Nach der bedingt durch die Coronapandemie zeitlichen und örtlichen Teilung des Wettkampfes im Vorjahr geht die 2021-Auflage in Form eines Mitteldistanz-Triathlons über die Bühne. Statt der 1,2 Kilometer langen Schwimmstrecke im Bodensee gilt es eine 1,5 km langen Schleife in den Paspels-Seen in Rankweil zurückzulegen. Der ursprünglich 102 Kilometer lange Radabschnitt von Bregenz durch den Bregenzerwald über den 1660 Meter hohen Hochtannbergpass nach Lech wird durch einen zwei Mal zu bewältigenden 20-km-Rundkurs über Meiningen, Koblach und Brederis ersetzt, und statt dem zwölf Kilometer langen Laufbewerb wird eine flache 12-km-Strecke im Bereich des Naherholungsgebiets bei den Paspels-Seen in Rankweil-Brederis umrundet. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Erst vor wenigen Tagen war klar, dass wir den Wettkampf durchführen können“, so Kofler.

Überwältigt zeigt sich Kofler von der Resonanz: „Mit so einer hochkarätigen Besetzung haben wir in den kühnsten Träumen nicht gerechnet. Das gesamte OK-Team ist beeindruckt und begeistert. So ein Echo ist mehr als nur der verdiente Lohn für das Risiko, trotz der unsicheren Situation den Wettkampf durchzuführen. Wir werden alle gesetzlichen Vorgaben genau kontrollieren und einhalten und freuen uns auf einen hochkarätigen Event, der hoffentlich ohne Nebengeräusche über die Bühne gehen wird.“

Favoriten aus der Schweiz

Bekanntester Name im Topstarterfeld sind 2012-Olympiasiegerin Nicola Spirig aus der Schweiz und ihr Landsmann Max Studer, die vor wenigen Tagen bei der Europameisterschaft in Kitzbühel auf der Mitteldistanz für einen eidgenössischen Doppelsieg sorgten und für die Olympischen Spiele in Tokio selektiert sind. „Für Spirig und Studer ist es die Generalprobe und letzte Standortbestimmung vor dem Start in Tokio“, erklärt Kofler. Erste Herausforderer der Favoriten sind der viermalige Trans-Vorarlberg-Sieger und 2020-Gewinner Thomas Steger aus Tirol und die Deutsche Lean Berlinger, die sich nach drei Top-3-Rängen im Vorjahr erstmals in die Siegerliste eintragen konnte. Offen ist noch, ob die Ländle-Elite, mit Leon Pauger und Martin Bader an der Spitze auch teilnehmen wird und diese beiden sich ein Duell im Kampf um den Landesmeistertitel liefern werden.

90 Minuten vor dem Startschuss des Trans Vorarlberg um 10.30 Uhr geht der Rad Haus Rankweil Sprinttriathlon über die Distanzen 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und fünf km Laufen an selber Stelle über die Bühne. Auch für diesen Bewerb sind so wie für den Trans Vorarlberg bereits eine Vielzahl von Nennungen eingegangen. Da die Teilnehmeranzahl aufgrund der Einschränkungen begrenzt ist, sind Nachmeldungen nur möglich, solange noch Startplätze zur Verfügung stehen.

„Die Resonanz ist überwältigend und entschädigt für die Bedenken im Vorfeld.“

Nicola Spirig (vorne), 2012-Olympiasiegerin und siebenfache Europameisterin, ist die große Favoritin beim Trans Vorarlberg am Sonntag ab 10.30 Uhr in Rankweil. GEPA
Nicola Spirig (vorne), 2012-Olympiasiegerin und siebenfache Europameisterin, ist die große Favoritin beim Trans Vorarlberg am Sonntag ab 10.30 Uhr in Rankweil. GEPA

Triathlon

10. Trans Vorarlberg Triathlon 2021 in Rankweil

Rad Haus Rankweil Sprinttriathlon  Distanzen: 750 m Schwimmen/20 km Radfahren/5 km Laufen

Start:  Sonntag, 11. Juli, 9 Uhr (Naherholungsgebiet Paspels-Seen)

Altersklassen: Jugend (Jg. 2004/05); Junioren (Jg. 2002/03); Unter 23 (Jg. 1998 bis 01); Allg. Klasse

Trans Vorarlberg Triathlon*  Distanzen: 1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/12 km Laufen

Start:  Sonntag, 11. Juli, 10.30 Uhr (Naherholungsgebiet Paspels-Seen)

Altersklassen: Junioren (Jg. 2002/03); Unter 23 (Jg. 1998 bis 01); Allgemeine Klasse

Erklärung: *…. zugleich Vorarlberger Landesmeisterschaft