Das Ziel im Vorderland ist der Klassenerhalt

Sport / 12.07.2021 • 19:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Röthner um Mario Bolter wollen den erneuten Fehlstart vermeiden.<span class="copyright">Lerch</span>
Die Röthner um Mario Bolter wollen den erneuten Fehlstart vermeiden.Lerch

Wie in den vergangenen Spielzeiten kämpft Röthis um den Ligaverbleib.

Röthis „Der Klassenerhalt ist und bleibt unser großes Ziel. Aber aufgrund der Kadergröße und der Qualität der anderen Mannschaften wird ein Verbleib in der Eliteliga doppelt schwer“, äußert sich Andreas Nachbaur, Obmann des SC Röfix Röthis, zur Zielsetzung in dieser Saison. Bei bis zu vier möglichen Absteigern wird diese Aufgabe für die Elf um Trainer Dominik Visintainer zusätzlich erschwert. Die Vorderländer standen bereits beim Abbruch der Saison 2020/21 Ende Oktober des vergangenen Jahres auf dem neunten – und damit auch letzten Tabellenplatz. Allerdings kam das vorzeitige Aus im Meisterschaftsbetrieb für Röthis zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn mit Siegen gegen den Dornbirner SV und Rotenberg starteten die Röthner gerade ihre Aufholjagd, ehe die Zwangspause für den Fußball erfolgte.

Nur kein Fehlstart

Auffallend in den ersten beiden Saisonen der VN.at-Eliteliga Vorarlberg war aus Vorderländer Sicht, dass der Auftakt jeweils gründlich verpatzt wurde. Neun bzw. zehn Meisterschaftsspiele in Folge stand kein Erfolgserlebnis zu Buche. Insbesondere urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle sorgten dabei dafür, dass die Röthner nicht in Bestbesetzung antreten konnten. In der Eliteliga-Premierensaison vor zwei Jahren rettete sich Röthis am Ende des Grunddurchgangs aber trotzdem noch auf dem starken sechsten Rang. Einen dritten Fehlstart in Folge soll es jedenfalls nicht mehr geben, man hofft auf einen Traumbeginn im Heimspiel gegen die Austria Lustenau Amateure (Samstag 17 Uhr).

Mit geringer Kaderbreite

Recht kompakt für dieses Unterfangen ist dabei der Kader: Nur siebzehn Spieler und zwei Tormänner stehen dem Trainerstab zur Verfügung. Mit Goalie Thomas Böckle erhält nach dem Abgang von Goalie Claudio Wachter ein 23-jähriger Sulner das Vertrauen und einen Platz zwischen den Pfosten. Talent Fabio Scheichl (defensives Mittelfeld), Philipp Gisinger und Lukas Gavranovic auf den Außenbahnen sowie Eigenbauspieler Leander Christoph sind neu im Team. Das Quintett zeigte in der Testphase bereits ansprechende Leistungen. Wendel Rosales Pereira, welcher auch schon beim FC Brauerei Egg spielte, wird indes nicht für die Röthner auflaufen. Der Angreifer bleibt in seiner Heimat Brasilien und wird damit nicht auf Torejagd für die Vorderländer gehen. Der Druck lastet damit auf Stürmer Sandro Decet, der für die nötigen Treffer sorgen soll. Routinier Mario Bolter (37) konzentriert sich zudem fortan auf die Rolle auf dem Spielfeld, die Doppelfunktion als Spielertrainer fällt für ihn weg.

Baustelle an der Ratz

Seit der Gründung vor 45 Jahren spielt der SC Röthis am Sportplatz Ratz. Das Sportplatzgelände im Vorderland ist dabei längst in die Jahre gekommen. Von einer Generalsanierung wird Abstand genommen, es erfolgt ein kompletter Neubau mit einer Tribüne, einem Klubheim für rund 100 Besucher und sechs modernen Umkleidekabinen. Der bestehende Trakt an der Ratz wird abgerissen. Bei der Gemeindevertretungssitzung wurde der unterkellerte Neubau am Sportplatz Ratz einstimmig beschlossen. Bis zum Ende dieses Jahres erfolgt ein Architekturwettbewerb. Der Baustart soll Mitte des nächsten Jahres erfolgen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,8 Millionen Euro. Infrastrukturell soll in Röthis also bald ein Schmuckstück entstehen – und sportlich wollen die Vorderländer mit einem Verbleib in der höchsten Amateurspielklasse des Landes selbst aufzeigen.

„Der Klassenerhalt ist das große Ziel. Ein Verbleib in der Liga wird aber doppelt schwer.“