Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Eine neue Zeitrechnung

Sport / 14.07.2021 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Weniger ist mehr, muss das Motto sein, wenn in der Bundesliga das VAR-Zeitalter anbricht. Gerade die EM-Endrunde hat bewiesen, wie gut und wichtig der Videobeweis im Fußball ist, wenn er gezielt eingesetzt wird. Kinderkrankheiten werden nicht ausbleiben, wenn kommende Woche in Österreichs Stadien die Worte „Check Strafstoß“ oder „Check Rote Karte“ auf den Videowalls eingeblendet werden. Gesamt gesehen wird mehr Fairness einkehren und den heimischen Unparteiischen die Chance einräumen, auch international wieder eine Rolle zu spielen. Davor aber muss das Team von SR-Boss Robert Sedlacek erst unter Beweis stellen, dass die „Hausaufgaben“, sprich die monatelange Ausbildung zum Video Assitent Referee, in Windeseile erledigt wurden.

Eine neue Zeitrechnung bricht auch für die Lustenauer Austria an. Die größere Einflussnahme durch den Investor Ahmet Schäfer, in finanzieller und in personeller Hinsicht, erhöht naturgemäß die sportliche Erwartungshaltung. Der Druck, nunmehr entsprechende Ergebnisse zu liefern, wird sich auch dadurch nicht vermindern lassen, wenn intern die Zielsetzung für die anstehende Saison klein gehalten wird. Die große Austria-Fangemeinde dürstet aufgrund sportlich magerer Jahre nach Erfolgserlebnissen.

Der nationale Fußball wird also auch 2021/22 für jede Menge Schlagzeilen und Diskussionen sorgen. So wie der VAR nicht jeden Elfmeterdisput lösen kann, zuletzt im EM-Halbfinale zwischen England und Dänemark, so wird nicht jedes Ergebnis der Grün-Weißen nach dem Geschmack der Fans sein. Allein die Vorfreude auf die neue Zeitrechnung ist jetzt schon riesig.

Christian Adam

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