Erst als Stefanon kam, lief es für die Austria Lustenau

Sport / 18.07.2021 • 23:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erst als Stefanon kam, lief es für die Austria Lustenau
Jan Stefanon sorgte dafür, dass die Austria die erste Cuprunde überstand. GEPA

Am Ende feierten die Grün-Weißen einen 3:1-Cupsieg in Wels. Lokalrivale FC Lustenau verlor in Gurten.

Wels Mit seinem ersten Ballkontakt schoss „Jolly-Joker“ Jan Stefanon die Lustenauer Austria im ersten Bewerbsspiel beim Regionalliga-Mitte-Schlusslicht FC Wels nach gut einer Stunde in Führung. „Das zeichnet den großen Kader aus, dass auch Kaderspieler von der Ersatzbank aus die Entscheidung herbeiführen können“, meinte Trainer Markus Mader nach dem Spiel. Stefanon, der zwölf Minuten nach dem ersten Treffer auch ein zweites Mal scorte (77.) und den 3:1-Endstand herstellte, verhalf so dem Neocoach der Grün-Weißen zu einem geglückten Debüt auf der Trainerbank. Bereits in der Testphase hatte der quirlige Angreifer seine Kaltschnäuzigkeit mehrmals unter Beweis gestellt. Sein Sturmpartner Haris Tabakovic erhöhte zudem zwischenzeitlich auf 2:0 (66.). Mit dem einzigen Schuss auf das Austria-Tor gelang den Oberösterreichern der Ehrentreffer. „Das Wichtigste war das Weiterkommen und der perfekte Saisonstart, der der Mannschaft neuen Auftrieb geben soll. Wir haben uns lange Zeit trotz sehr viel Ballbesitz und einiger guter Chancen sehr schwer getan gegen die Abwehrmauer von Wels. Wir haben viel Geduld gebraucht, aber am Ende gab es den Favoritensieg“, zeigte sich Mader zufrieden.

„Wir haben viel Geduld gebraucht, aber am Ende gab es dann den Favoritensieg.“

Markus Mader, Trainer SC Austria Lustenau


Mit Jean Hugonet, Cem Türkmen, Muhammed Saracevic und Michael Cheukoua standen vier Neuerwerbungen erstmals für die Lustenauer Austria auf dem Spielfeld. Zum Meisterschaftsstart hofft man im Lager von Austria Lustenau, dass auch Matthias Maak und Brandon Baiye dem Aufgebot der Grün-Weißen angehören. Neuzugänge wird es in dieser Woche keine geben, ein Schnellschuss wird nicht getätigt.

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1. Runde

FC Wels – SC Austria Lustenau 1:3 (0:0)

Stadion Wels, 250 Zuschauer, SR Gmeiner

Torfolge: 65. 0:1 Jan Stefanon, 66. 0:2 Haris Tabakovic, 72. 1:2 Marjan Gamsjäger, 77. 1:3 Jan Stefanon

Gelbe Karten: 7. Hofmeister, 24. Mavraj, 55. Huskic (alle Wels), 75. Berger (Austria Lustenau/alle Foulspiel)

FC Wels: Gruber; Hofmeister (73. Faridonpur), Brkanovic, Jigalov (67. Eberth), Pellegrini; Mavraj (81. Georgiev), Zümrüt (81. Petrovic), Awuni, Piermayr, Huskic; Elgit (67. Gamsjäger)

SC Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner, Hugonet, Marceta, Berger; Türkmen (76. Küng), Saracevic; Cheukoua, Grabher, Wallace (61. Stefanon); Tabakovic (66. Nicolai Bösch)

Union Gurten – FC Lustenau 1907 4:0 (2:0)

Arena Gurten, 500 Zuschauer, SR Kouba

Torfolge: 7. 1:0 Rene Kienberger, 23. 2:0 Jakob Kreuzer, 54. 3:0 Fabian Wimmleitner, 87. 4:0 Jacub Przybylko

Union Gurten: Wimmer; Reiter, Schnaitter, Moser (65. Burghuber), Zirnitzer (65. Tischler); Schott, Bauer (65. Miletic), Kienberger (74. Öhlböck), Kreuzer (77. Przybylko), Wimmleitner, Wirth

FC Lustenau 1907: Klaus Mendes; Beck (77. Thurnher), Mutu, Häfele, Luca Hollenstein; Vogel, Grabherr (65. Hämmerle), Harun Erbek, Asiu (65. Bösch), Öner (83. Moritz Hollenstein); Giselbrecht

Zur Sensation hat es nicht ganz gereicht

gurten Nichts wurde es mit der erhofften Sensation im ÖFB-Cup für den FC Lustenau. Bereits in Runde eins muss sich der älteste Fußballklub Vorarlbergs aus dem nationalen Pokalbewerb verabschieden. Beim letztjährigen Regionalliga-Mitte-Dritten Union Gurten unterlag der Vorarlbergligaklub klar mit 0:4. Auch die Unterstützung von rund 100 mitgereisten FCL-Anhängern, die ihr Team wie bereits im VFV-Cup-Finale gegen Egg lautstark anfeuerten, nützte am Ende nichts, zu überlegen agierte der höherklassige Gegner aus Oberösterreich. Nach zwei frühen Treffern von Rene Kienberger (7.) und Jakob Kreuzer (23.) waren die Lustenauer bereits früh in Rückstand, es sollte die Vorentscheidung sein. Die weiteren Treffer von Wimmleitner und Przybylko waren nur mehr Formsache. VN-TK