Ein Gipfelsturm der etwas anderen Art

Sport / 21.07.2021 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bildstein/Hussl lassen sich im Training vom Mount Fuji nicht beeindrucken.privat
Bildstein/Hussl lassen sich im Training vom Mount Fuji nicht beeindrucken.privat

Segelduo Bildstein/Hussl bestiegen 2019 den Mount Fuji.

Tokio Wer sein Suhsi mit „Oishii“ lobt, vom Mount Fuji schwärmt oder schon einmal einen Kimono getragen hat, der hat das Land der aufgehenden Sonne aus anderen Gründen wohl in sein Herzen geschlossen. Das 49er-Segelduo Benjamin Bildstein und David Hussl liebt das viertgrößte Inselland der Welt auch deshalb, weil sie im April 2019 Vierte im Olympia-Test­event und Zweite im Weltcup in der Enoshima-Bucht wurden. „Wir sind immer offen für neue Kulturen und wir haben tolle kleine Einheimischen-Restaurants gefunden. Schade, dass wir das heuer nicht erleben dürfen“, sagte Bildstein.

Einen Traum erfüllten sie sich bei ihrem letzten Tokio-Aufenthalt mit der Besteigung des 3776 m hohen Vulkanbergs Mount Fuji. „Das war nichts, was man sich als österreichischer Bergsteiger vorstellt, das war eine Pilgerwanderung“, erinnerte sich Hussl. Er war in der Früh aufgestiegen, hatte den Sonnenuntergang angeschaut und knapp unter dem Gipfel auf einer Hütte übernachtet. In der Früh wollte er nochmals zum Sunrise hoch. „Doch als ich aus der Hütte rauskam, waren da so viele Leute, dass man sich nicht mehr bewegen konnte.“ Nach den Erzählungen seines Teampartners wagte Bildstein am Tag danach das Abenteuer und „schwamm bissl gegen den Massenstrom. Da hast du viel mehr davon. Einmal oben gewesen zu sein, ist der Hammer. Der Berg ist so imposant“. VN-JD