Ehrgeiz alleine reichte gegen den LASK nicht

Sport / 24.07.2021 • 18:53 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ehrgeiz alleine reichte gegen den LASK nicht
Brisantes Duell zwischen Lukas Grgic (LASK) Altachs Angreifer Atdhe Nuhiu. APA

Cashpoint SCR Altach verlor zum Saisonauftakt das Heimspiel gegen den LASK mit 0:1. Dominik Reiter hatte die große Chance auf den Führungstreffer, doch mit Fortdauer der Partie wurde der Favorit immer stärker und siegte verdient.

Altach Die Hypothek war eine schwere, der LASK für Altach wie zuletzt immer eine harte Nuss. Fünf Niederlagen kassierten die Rheindörfler zuletzt, die letzten vier Spiele ging die Cashpoint-Elf ohne Treffer vom Platz. Auch zum Start in die neue Saison war das Team aus der Stahlstadt nicht zu knacken. Weil die Linzer effizienter und abgebrühter agierten. Für die Canadi-Elf beginnt die neue Meisterschaft, wie schon im Cup, mit einer Niederlage. 0:1 verloren die Altacher und blieben damit also wieder ohne eigenen Treffer.

Dabei entsprach die 1:0-Pausenführung der Gäste ganz und gar nicht dem Spielverlauf. Trotz einer 6:0-Eckenbilanz und trotz mehr Spielanteilen. Die große Chance auf den ersten Treffer aber hatten die Hausherren. Es waren die beiden Ex-Linzer Stefan Haudum und Dominik Reiter, die bei einem Konter für die Führung hätten sorgen müssen. Mit einem herrlichen Pass in die Tiefe von Haudum war Reiter völlig frei gespielt und war allein auf dem Weg auf LASK-Torhüter Alexander Schlager. Zweimal schaute der Neo-Altacher auf, dann entschloss er sich zum Schuss – und dieser strich am linken Pfosten vorbei (17.). Dafür zappelte der Ball nach exakt 30 Minuten ein erstes Mal im SCRA-Tor. Es folgte zugleich der erste VAR (Video Assistant Referee) Einsatz in der Cashpoint Arena. Und der war schnell beendet, denn Torschütze Thomas Goiginger hatte nach klarer Abseitsstellung getroffen.

Admiral Bundesliga

1. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – LASK Linz 0:1(0:1)

Altach, Cashpoint Arena, 3728 Zuschauer, SR Christian-Petru-Ciochirca (ST)

Torfolge: 36. 0:1 Wiesinger

Gelbe Karten: 37. Netzer, 73. Zwischenbrugger,84. Krizman (alle Altach/jeweils Foulspiel), 88. Michorl (LASK/Halten), 88. Wiesinger (LASK), 88. Dabanli (Altach/beideUnsportlichkeit)

Cashpoint SCR Altach (3-4-3): Casali; Dabanli, Netzer (72. Meilinger), Zwischenbrugger; Thurnwald, Strauss, Haudum (64. Schreiner), Prokop (80. Daniel Nussbaumer); Reiter (64. Bukta), Nuhiu (64. Bischof), Krizman
LASK Linz (3-4-3): Alexander Schlager; Wiesinger, Maresic, Filipovic; Flecker, Michorl (89. Hong), Grgic, Renner; Balic (21. Karamoko), Schmidt (65. Raguz), Goiginger

Ein Weitschuss schlug ein

Sechs Minuten später aber zählte der Treffer – und der Torschütze hieß Philipp Wiesinger. Nach einem Einwurf der Linzer war es Berkay Dabanli, der per Kopf klärte. Doch die Defensive vergaß herauszuschieben und so konnte Wiesinger voll auf den geklärten Ball draufgehen und sein Drop-Kick schlug hinter Torhüter Tino Casali ein.

Zur Pause blieben Wechsel bei beiden Mannschaften aus. Allein das Spiel drehte sich mehr und mehr zugunsten der Oberösterreicher. Und der eingewechselte Mamoudou Karamoko war es, der nach einem zu kurz abgewehrten Eckball und großer Unsicherheit im Abwehrzentrum nach einem Heber plötzlich völlig allein vor Casali auftauchte. Allein sein Abschluss war zu hektisch und der Schuss strich weit über das Tor (54.). Bei Altach schienen nach einer Stunde die Kräfte mehr und mehr zu schwinden. Und so reagierte Trainer Damir Canadi mit einem Dreiertausch: Noah Bischof, Csaba Bukta und Emanuel Schreiner kamen neu in die Mannschaft. Pünktlich mit dem Trio kam auch die Gewitterfront aus der Schweiz im Rheindorf an – und vom Himmel ergoss sich der Starkregen. So ging es in weiterer Folge fast unter dass die Hausherren nach 64 Minuten auch ihren ersten Eckball treten durften. Allein Torgefahr entstand dadurch nicht, dafür jedoch wenig später als Manuel Thurnwald nach einem Rückpass von Sandi Krizman über das Tor zielte (64.).

Nach 72 Minuten wurden in der Abwehr die Positionen gewechselt. Weil Kapitän Philipp Netzer vom Platz ging, rückte Dabanli ins Zentrum und Felix Strauss auf die Innenverteidigerposition. Doch es blieb kritisch für die SCRA-Defensive. Nur gut, dass Casali in Minute 75 einen Kopfball von Marko Raguz mit einem Reflex von der Linie kratzte – und so seine Mannschaft im Spiel hielt. Doch die hatte nicht mehr allzu viele Ideen gegen einen körperlich sehr präsenten LASK.