Über einen Weckruf zum richtigen Zeitpunkt

Sport / 24.07.2021 • 14:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Über einen Weckruf zum richtigen Zeitpunkt
Stellten sich im Vorfeld der Partie den Fragen: SCRA-Trainer Damir Canadi (l.) und Ex-LASK-Mann Stefan Haudum. STEURER

Cashpoint SCR Altach will sich zum Saisonstart am Samstag (17 Uhr) gegen den LASK von seiner besten Seite zeigen. Dabei setzt Trainer Damir Canadi auf Philipp Netzer (35) als Kapitän. Wieder im Training ist Torhüter Martin Kobras (35).

Altach Normalerweise kehrt nach einer langen Vorbereitung in der Woche vor dem Start Ruhe ein. Davon war man anfangs in Altach weit entfernt, galt es doch noch die Cup-Niederlage von Kalsdorf aufzuarbeiten. „Wir sind so richtig aufgewacht“, bringt es Stefan Haudum auf den Punkt. Nicht allein für diese Aussage gibt es für dne 26-Jährigen Lob von seinem Trainer. Für Damir Canadi gehört der Ex-LASK-Akteur zu jenen „intelligenten Spielern, die es einem Trainer leicht machen“. Haudum würde sich selbst stets reflektieren, würde sich nicht davor scheuen, Verantwortung zu übernehmen und er würde, für den Altacher Coach sehr wichtig, während eines Spiels „schnell verstehen, wenn ich als Trainer ein Spielsystem verändere“. Haudum selbst, der sein 21. Pflichtspiel für die Rheindörfler bestreitet – und damit schon mehr als bei seinem Exklub LASK (18) – ist sich der Vorschusslorbeeren bewusst und auch gewillt, diese mit Leben auszufüllen. Vorerst freut sich der Defensivmann vor allem auf die Rückkehr der Fans ins Stadion und wartet mit innerer Anspannung auf die Einführung des Video Assistant Referee (VAR). „Ich kenne es bislang nur aus dem Fernsehen, aber der Trainer hat schon Erfahrung und uns darauf vorbereitet. Er meint, wir sollen vor allem ruhig bleiben.“

„Der Trainer hat die richtigen Worte gefunden. Diese Woche sind wir aufgewacht.“

Stefan Haudum über die Trainingswoche nach dem Cup-Aus

Altach-DNA auf dem Platz zeigen

Auch Canadi selbst ist um Ruhe bemüht. Das Thema Torhüter ist für ihn erledigt. Fakt ist, dass Tino Casali als Nummer eins in die Saison geht und dass Martin Kobras wieder in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt ist. Bezüglich der Zukunft des 35-Jährigen gab es zudem ein langes Gespräch mit Sportchef Werner Grabherr. Jetzt, so sagt dieser, sei Kobras selbst am Zug. „Wir haben ihm klargemacht, dass wir weiter mit ihm planen und das über seine Profikarriere hinaus. Er muss nun selbst entscheiden, ob er den Weg mit uns gehen will.“
Um Internas beim heutigen Gegner ging es diese Woche im Gespräch zwischen Canadi und Haudum („Ich habe noch immer einen guten Draht zu einigen in der Mannschaft. Diese Woche aber wollte keiner was verraten.“), wirklich Neues kam dabei nicht zutage. Doch Geheimnisse erwartet Canadi bei den Linzern nicht. Kennt man doch die Qualitäten der Oberösterreicher: stark in der Offensive, gutes Pressing und enorme Aggressivität.

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1. Spieltag (mögliche Aufstellungen)


CASHPOINT SCR ALTACH

AUFSTELLUNG (3-4-3) Casali; Haudum, Dabanli, Zwischenbrugger; Thurnwald, Aigner, Netzer, Schreiner; Reiter, Nuhiu, Bukta

ERSATZ Kobras (Odehnal); Strauss, Prokop, Mischitz, Bischof, Krizman, Abdijanovic, Tartarotti

ES FEHLEN Anderson, Stefel (beide sollen abgegeben werden), Edokpolor (rekonvaleszet), Prokopic (Wadenprobleme)

LASK LINZ

AUFSTELLUNG (3-4-3) Alexander Schlager; Wiesinger, Holland, Filipovic; Flecker, Michorl, Grgic, Renner; Balic, Karamoko, Goiginger

ERSATZ Gebauer; Letard, Maresic, Grgic, Potzmann, Schmidt, Raguz

ES FEHLEN Monschein (Muskelbündelriss), Gruber (Kreuzbandriss), Lawal (Reha), Trauner (bevorstehender Wechsel)


Umso wichtiger ist es für den Altacher Trainer, die eigene DNA auf den Platz zu bringen. Übersetzt heißt das vor allem viel Laufarbeit. „Wir haben keinen Überspieler, bei dem neun Kilometer reichen, in der Mannschaft muss schon jeder auf zwölf kommen.“ Es gelte, so Canadi, dynamisch und leidenschaftlich aufzutreten. Sollte dennoch ein Spiel verlorengehen, so müsse eben die Leistung während der 90 Minuten passen. Wenngleich er nicht gerne über Ziele redet, so formulierte er doch eine Hoffnung für das Auftaktspiel.:„Ich hoffe auf einen Start mit drei Punkten, dass wir dann wieder ein Lächeln im Gesicht haben.“ Dafür, das weiß Canadi, müsse seine Mannschaft eben ein anderes Gesicht auf dem Platz zeigen. Dass man im Cup Leidenschaft und Körpersprache vermissen hat lassen, hat dem Coach missfallen. „Weil wir es schon gezeigt haben.“ Deshalb war er doch vor den Kopf gestoßen und deswegen sei auch wichtig, dass die Emotion in den Köpfen der Spieler verankert sei. Dies sei Voraussetzung dafür, dass sich über die Saison hinaus etwas entwickelt. Diesbezüglich sei man am Beginn und der LASK zum Start natürlich ein richtig schwerer Gradmesser.