Baden gegangen ist am Ende keiner

Sport / 25.07.2021 • 11:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Baden gegangen ist am Ende keiner
Noch wartet SW-Trainer Michael Pelko auf den ersten Erfolg seiner Mannschaft in der VN.at-Eliteliga. VN/STEURER

Nach 90 umkämpften Minuten trennen sich Bregenz und Rotenberg am zweiten Spieltag der VN.at-Eliteliga torlos.

Bregenz Im Duell zweier noch siegloser Mannschaften empfing die Elf von Michael Pelko den FC Rotenberg. Die Partie startete vielversprechend, SW Bregenz brachte viel Dynamik auf den Rasen. Bereits in der dritten Spielminute zappelte der Ball ein erstes Mal hinter Rotenberg-Keeper Wohlgenannt im Netz – Barbosa Mendes stand bei seinem Lupfer aber klar im Abseits. Die Schwarz-Weißen ließen sich nicht beirren und machten weiter Druck. Linksverteidiger Rettig zog aus dem Rückraum ab, Wohlgenannt riss gerade noch rechtzeitig die Fäuste hoch (7.). Mit der nächsten Aktion wurden dann auch die Gäste aus dem Bregenzerwald erstmals gefährlich: Alibabic tauchte alleine vor Grubor auf, der Bregenzer Keeper blieb lange stehen und parierte überragend. Dann allerdings war ein wenig die Luft heraus. Bregenz hatte zwar deutlich mehr Spielanteile, gefährlich vor das Tor kamen die Bodenseestädter allerdings im ersten Durchgang nicht mehr. Zu dicht stand die Elf von Jürgen Maccani, die bei gegnerischem Ballbesitz in die Fünferkette rutschte und dadurch nur wenig Raum für die Offensiven der Gastgeber ließ. Der Plan von Coach Maccani schien klar: Hinten dichtmachen, vorne auf Konter lauern. So auch, als abermals Alibabic vor dem Tor an den Ball kam, erneut aber hielt der hellwache Grubor seinen Kasten sauber (28.).  

VN.at-Eliteliga

2. Spieltag

SW Bregenz – Zima FC Rotenberg 0:0

ImmoAgentur Stadion, 300 Zuschauer, SR Schadl

Gelbe Karten: 34. Marko Martinovic (Bregenz/Foulspiel, 35. Torrez Espinoza (Unsportlichkeit), 39. Merz, 63. Kokotovic, 68. Gil, 73. Nussbaumer, 76. Alibabic (alle Rotenberg/alle Foulspiel), 84. Dervisevic (Unsportlichkeit), 90./+5 Blaser (beide Bregenz/Foulspiel)

Gelb-Rote Karte: 86. Kristijan Makovec (Bregenz/wiederholtes Foulspiel)

SW Bregenz (4-4-2): Grubor; Petko Martinovic, Marko Martinovic, Arslan, Rettig; Merz, Makovec, Dervisevic, Barbosa Mendes; Blaser, Akdeniz (57. De Souza Valerio; 82. Gomes)

Zima FC Rotenberg (3-4-1-2): Wohlgenannt; Gil, Rakic, Schmidler; Nussbaumer, Kokotovic (66. Inama), Patrick Maldoner, Marcel Maldoner; Bentele (77. Paulo Victor); Torrez Espinoza, Alibabic

„Wenn man vor dem Spiel von einem 0:0 geredet hätte, hätte ich das sofort unterschrieben. Jetzt nach dem Spiel, wäre natürlich vielleicht sogar mehr drin gewesen.“

Jürgen Maccani, Trainer Zima FC Rotenberg

Beste Möglichkeiten, dennoch keine Tore

Ein Geniestreich von Bentele hätte nach dem Seitenwechsel dann fast die Rotenberger Führung gebracht: Der Deutsche schnappte sich den freien Ball im Mittelfeld, zog aus gut 40 Metern direkt ab, Grubor stand weit vor seinem Kasten – der Ball landete aber nur auf dem Tornetz (62.). Wenig später hatte Rettig auf der Gegenseite die Führung auf dem Fuß: Nachdem Wohlgenannt einen Makovec-Freistoß nur prallen ließ, vergab er allerdings freistehend aus fünf Metern. „Solche Situationen entscheiden dann das Spiel“, meinte SW-Trainer Pelko nach dem Spiel. Bregenz tat sich bei einsetzendem Starkregen und windigen Verhältnissen in weiterer Folge schwer, Rotenberg aber zeigte sich vor dem Tor ebenso glücklos. Erst ließ Kapitän Patrick Maldoner mit einem 20-Meter-Freistoß die Stange zittern, wenig später vergab Torrez Espinoza aus aussichtsreicher Position per Kopf (72.).

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Das Wetter hatte in der Endphase des Spiel kein Erbarmen, es schüttete in Strömen, die Tacklings auf dem Rasen wurden gefährlicher. Kristijan Makovec stieg schließlich etwas zu harsch ein, sah Gelb – und weil es seine Zweite war, Rot hinterher (86.). Das Spiel war zerfahren, es ging hin und her – und Alibabic hätte fast noch für den Lucky Punch sorgen können: Aus der Drehung vergab er in der Nachspielzeit aber aus kurzer Distanz.

„Wir hatten unsere Chancen, schlussendlich müssen wir das einfach etwas besser ausspielen. Wir hatten aber auch nicht unbedingt das Spielglück.“

Michael Pelko, Trainer SW Bregenz

So blieb es beim torlosen Unentschieden – „ein sehr gutes 0:0 mit vielen Torchancen“, wie SW-Coach Pelko betonte. „Wir hatten unsere Chancen, schlussendlich müssen wir das einfach etwas besser ausspielen.“ Auch die Rotenberger zeigten sich mit dem Punkt keineswegs unzufrieden. „Wenn man vor dem Spiel von einem 0:0 geredet hätte, hätte ich das sofort unterschrieben. Jetzt nach dem Spiel, wäre natürlich vielleicht sogar mehr drin gewesen“, so Trainer Jürgen Maccani. FB