Aus der Distanz ins Glück

Sport / 27.07.2021 • 21:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Aus der Distanz ins Glück
Die Wolfurter Frederik Meier und Simon Mentin attackieren Rotenbergs Gil. VN/Lerch

Spannung bis zum Schluss – und dann brachte Özdemirs Last-Minute-Treffer Wolfurt in Überzahl drei Punkte gegen Rotenberg. Die Elf aus der Hofsteiggemeinde feierte damit den ersten Sieg in der laufenden Saison in der VN.at-Eliteliga

Lingenau Im Duell zweier noch sieglosen Teams kristallisierte sich schnell Rotenberg als zielstrebigeres Team heraus, hatte durch den hinter den Spitzen agierenden Bentele die erste Möglichkeit – ein Wolfurter Bein rettete zur Ecke (10.). Auch in weiterer Folge existierte einzig Rotenberg in der Offensive. Alibabic (16.) und Torrez Espinoza (17.) vergaben beide noch beste Möglichkeiten, ehe Bentele den Rotenberger Torlos-Bann brach: Nach wunderbarer Nussbaumer-Vorarbeit zog der Deutsche aus dem Rückraum ab und versenkte den Ball im Tor (36.). Wolfurt hingegen tat sich gegen eine kompakt stehende Rotenberger Dreierkette, welche bereits gegen Bregenz gut funktionierte, schwer. Ein Weitschuss von Benjamin Neubauer war lange das gefährlichste, was die Baur-Elf auf den Rasen brachte. Und kurz vor der Pause hatten die Gäste ordentlich Dusel: Alibabic überspielte Godula, in der Mitte kam Bentele mit dem Rücken zum Tor zum Ball und wurde mit Mühe von drei Wolfurtern am Doppelpack gehindert (45./+1).

Fußball

VN.at-Eliteliga

3. Spieltag

Zima FC Rotenberg – Meusburger FC Wolfurt 1:2 (1:0)

Waldstadion Lingenau, 300 Zuschauer, SR Dichtl

Torfolge: 36. 1:0 Kevin Bentele, 59. 1:1 Idiano Lima Rosa dos Santos, 90./+3 1:2 Mücahit Özdemir

Gelbe Karten: 13. Idiano Lima (Wolfurt), 28. Schwärzler (Rotenberg, beide Unsportlichkeit), 35. Benjamin Neubauer (Wolfurt), 44. Torrez Espinoza, 51. Inama (beide Rotenberg), 60. Umjenovic, 63. Djordjevic (beide Wolfurt), 90./+3 Nussbaumer (Rotenberg, alle Foulspiel)

Rote Karte: 79. Branimir Kokotovic (Rotenberg, Foulspiel)

Zima FC Langengegg (3-4-1-2): Wohlgenannt; Gil (52. Steurer), Rakic, Schmidler; Nussbaumer, Patrick Maldoner, Inama (76. Kokotovic), Marcel Maldoner; Bentele; Alibabic, Torrez Espinoza (45. Paulo Victor)

 

Meusburger FC Wolfurt (4-2-3-1): Godula; Djordjevic, Natter, Mentin, Acar (46. Troy); Petrovic (46. Rist), Meier; Tobias Neubauer (67. Özdemir), Benjamin Neubauer, Idiano Lima; Umjenovic

„Das entscheidende war die Moral. Dass meine Mannschaft bis zum Ende daran geglaubt hat. Dafür echt ein Kompliment.“

Joachim Baur, Trainer Meusburger FC Wolfurt

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Der Bruch im Spiel

Nach der Pause präsentierte sich das Spielgeschehen vollkommen verändert. Nachdem Torrez Espinoza bereits vor der Pause verletzungsbedingt ausgetauscht werden musste, erwischte es auch Abwehrspieler Gil. „Wir hatten dann einen Bruch im Spiel“, fand auch Rotenberg-Kapitän Patrick Maldoner. Denn plötzlich machte Wolfurt das Spiel, bekam Räume – und glich aus. Nach Flanke des starken Frederik Meier aus dem Halbfeld hielt Idiano Lima am kurzen Pfosten den Fuß hin, drin war der Ball (58.). In weiterer Folge verpasste es aber die Baur-Elf, die guten Konter in die Führung umzumünzen. Rotenberg war zudem weiterhin war bei Standards brandgefährlich: Nach Maldoner-Freistoß löste sich Bentele stark, köpfte allerdings knapp daneben. So war es dann eine Rote Karte gegen den eben erst eingewechselten Kokotovic (79.), die die Schlussphase noch einmal richtig spannend gestaltete.

„Es ist aktuell leider so: Wir haben kein Spielglück. Und dann kriegst du halt in der 93. Spielminute das Tor.“

Patrick Maldoner, Kapitän Zima FC Rotenberg

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Rotenberg-Torwart Wohlgenannt rettete erst gegen Özdemir (86.), in der Nachspielzeit hätte Marcel Steurer sogar noch in Unterzahl den Sieg für die Wälder holen können – sein Kopfball landete aber auf der Latte. „Es ist aktuell leider so: Wir haben kein Spielglück. Und dann kriegst du halt in der 93. Spielminute das Tor“, so Maldoner. Denn Özdemir wuchtete den Ball mit dem Schlusspfiff in die Maschen. Wolfurts Trainer zeigte sich erleichtert: „Das entscheidende war die Moral. Dass meine Mannschaft bis zum Ende daran geglaubt hat. Dafür echt ein Kompliment! FB