Wettkampf-Effekt für den Aufwind

Sport / 02.01.2022 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Zu Tournee-Halbzeit hat ÖSV-Team zwei Springer in Top 10.

Innsbruck Als Neunter und Zehnter werden Jan Hörl und Daniel Huber nichts mit den Top drei in der Endwertung zu tun haben. Hörl fehlen auf den in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen siegreich gebliebenen Japaner Ryoyu Kobayashi 65,9 Punkte, das Minus auf den hinter dem Norweger Marius Lindvik drittplatzierten Slowenen Lovro Kos beträgt 48,2 Zähler. Nun geht es nach Innsbruck.

ÖSV-Chefcoach Andreas Widhölzl hofft, dass seine Leute auf dem Bergisel wie auf den zwei deutschen Schanzen verstärkt nicht nur in Training und Qualifikation aufzeigen, sondern auch im Wettkampf. Das gelang bisher nur Huber als Achtem beim Auftakt und Hörl als Fünftem zu Neujahr, zudem machte Daniel Tschofenig gute Figur. Der erst 19-jährige Kärntner ist Tournee-16. Widhölzl: „Es gilt, diese nötige Lockerheit auch im Wettkampf zu finden und das Ergebnis ein bisschen aus dem Kopf zu kriegen.“

Trainingsleistung als Maßgabe

Es sei bitter, dass es im Wettkampf immer wieder Rückschritte gebe. „Sie möchten zeigen, dass sie gut sind und es sich selbst beweisen und den anderen auch“, führte der Trainer aus. „Das ist aber die große Kunst. Es geht darum, den Fokus darauf zu legen, was zu tun ist. Da scheitern sie ab und zu, weil sie das im Wettkampf zu perfekt machen wollen. Im Training haben sie gezeigt, dass sie handlungsfähig und gut dabei sind.“

Handlungsfähig und gut dabei war auch der Türke Fatih Arda Ipcioglu im ersten Durchgang von Oberstdorf. Als Sieger seines K.o.-Duells hatte er es dort in Durchgang zwei geschafft, er wurde schlussendlich 29., zwei Weltcup-Punkte winkten als Belohnung – noch nie zuvor hatte ein türkischer Skispringer gepunktet. „Die sind in der Türki wirklich stolz auf mich“, erzählt Ipcioglu: „Wir sind jetzt alle sehr motiviert“, sprach er für sich und die beiden weiteren im türkischen A-Kader. In seiner Heimat verfolgt man seine Sprünge jedenfalls – mit Sicherheit auch jene, die er als jetzt fix qualifizierter bei den Olympischen Spielen in Peking absolvieren wird: „Es gibt auch von der Tournee Livestreams“, erzählt der Pionier, aber: „Es kennen sich nicht alle im Skispringen aus, daher erkläre ich auch den Journalisten die Details.“

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