Das Rennen um die Peking-Tickets geht los

Sport / 04.01.2022 • 21:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Training passt die Form, jetzt braucht es Resultate: Johannes Strolz.gepa
Im Training passt die Form, jetzt braucht es Resultate: Johannes Strolz.gepa

Herrenchef Puelacher sieht Schwarz und Co. auf gutem Weg.

Zagreb Fabio Gstrein als 14. bester Österreicher in Val d‘Isere, Michael Matt als 20. in Madonna di Campiglio – das spiegelt weder die Stärke des österreichischen Slalomteams wider noch bereitet es Rennsportleiter Andreas Puelacher ernsthafte Kopfzerbrechen. Vor einem Jahr schlugen im Zagreb-Weltcup Manuel Feller als Zweiter und Marco Schwarz als Dritter vorne ein, dem in diesem Winter noch punktelosen Duo ist dies heute (15.30/18.40 Uhr) wieder zuzutrauen.

Schwarz, der Disziplin-Titelverteidiger, hat nach seiner Fußverletzung zuletzt beim Training am Weißensee einer großen Schritt gemacht. „Der Fuß funktioniert gut, er kann wieder mehr Umfang fahren und damit kommt die Sicherheit wieder zurück. Ich bin überzeugt, dass er im Jänner gute Leistungen bringen wird“, sagte Puelacher zur Austria Presse Agentur.

„Nach Madonna habe ich ein paar Tage Pause gemacht, die für den Fuß dringend notwendig waren. Dann haben wir sehr gute Trainingstage am Weißensee gehabt, wo wir sehr intensiv am Slalomschwung gearbeitet haben, dass ich wieder mehr ans Limit gehe bei schneller Kurssetzung“, berichtete Schwarz. Er habe viele Fahrten gemacht, über Silvester zwei Tage pausiert und anschließend ging es wieder an den Weißensee. „Es kommt jetzt eine sehr intensive Zeit mit vielen Rennen hintereinander, da will ich parat sein und bin ich parat und will wieder an die Erfolge aus dem letzten Jahr anschließen.“

Chancen dazu bekommt der Kärntner zur Genüge. Es stehen im gewohnt vollbepacktem Slalom-Monat nach Zagreb noch die Rennen in Adelboden (9.), Wengen (16.), Kitzbühel (23.) und Schladming (25.) auf dem Programm. Und alle ÖSV-Slalomfahrer haben die gleichen Chancen, sich für die Winterspiele zu qualifizieren, denn noch hat sich niemand aufgedrängt.

An der Spitze geht es eng zu

Die Vorarlberger Farben vertreten in Zagreb der von Corona genesene Lauteracher Christian Hirschbühl und Johannes Strolz. Der Warther bewies zuletzt mit einem elften Halbzeitplatz – er war dabei der beste ÖSV-Läufer – seine Form. Im zweiten Lauf schied Strolz dann aus.

Wie eng und durchgemischt es an der Spitze zugeht, zeigt ein Blick auf die zwei bisherigen Ergebnislisten. Nur Sebastian Foss-Solevaag als Sechster und im vorweihnachtlichen Rennen dann Sieger in Madonna sowie Kristoffer Jakobsen als Zweiter und Dritter waren zweimal in den Top acht zu finden. Clement Noel hatte sein Heimrennen in Val d‘Isere gewonnen, war in Madonna als Halbzeitführender ausgeschieden.

In bisher zwölf Zagreb-Slaloms gab es sechs Siege für Österreich, fünfmal gewann Marcel Hirscher, einmal Mario Matt. 2020 setzte sich Noel durch, 2021 der Deutsche Linus Straßer. Für Österreich sind neben Schwarz, Feller, Gstrein, Hirschbühl und Strolz noch Michael Matt, Dominik Raschner und Marc Digruber im Einsatz.

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