Das Versprechen des Neuen: “Wir werden etwas wagen.”

Sport / 04.01.2022 • 23:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Das Versprechen des Neuen: "Wir werden etwas wagen."
Der neue starke Mann beim Cashpoint SCR Altach: Ludovic Magnin soll als neuer Cheftrainer den Klassenerhalt sichern. VN-Stiplovsek

Altachs neuer Cheftrainer Ludovic Magnin will mutige Spieler mit Selbstvertrauen.

Altach Von winterlicher Ruhe rund um die Cashpoint-Arena war am Tag der Präsentation des neuen Trainers wenig zu spüren. Dafür sorgten zum einen die frühlingshaften Temperaturen – das Thermometer zeigte mit Föhnunterstützung 15 Grad plus –, und zum anderen war das Medienaufkommen groß wie selten zuvor. Allein der Name Ludovic Magnin zieht, jetzt muss mit dem ehemaligen Schweizer EM- und WM-Spieler nur noch der sportliche Erfolg zurückkehren. Dass die „Mission Klassenerhalt“ eine schwere wird, dessen ist sich der 41-jährige Westschweizer durchaus bewusst. Allein seine Herangehensweise ist eine positive. „Ich bin davon überzeugt, mit diesen Spielern die Liga zu halten“, gab es von ihm schon vor Trainingsstart einen Vertrauensvorschuss für die derzeitige Mannschaft. Dass dennoch Verstärkungen kommen werden, hat auch einen perspektivischen Hintergrund.

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Voller Tatendrang

„Meine Akkus sind voll“, ließ Magnin gleich zu Beginn seiner Vorstellung durchblicken, dass er froh ist, wieder an der Linie stehen zu können. Zumal er die letzten Tage, ja Wochen vor dem Computer gesessen und die Spiele bzw. Spieler seines neuen Klubs Cashpoint SCR Altach analysiert habe. Jetzt sei es an der Zeit, „Lösungen zu finden“ und nicht die „Probleme zu sehen“. Als Lösungsansatz nennt er in erster Linie „viele Gespräche“, was gerade bei einer Mannschaft ohne Selbstvertrauen entscheidend sei. Deshalb lautet seine Prämisse: „Die Spieler müssen spüren, dass ich ihnen vertraue, dass ich an sie glaube.“ Was seine Spielphilosophie betrifft, so ist er ganz klar und nah am wirklichen Leben: „Der Fußball ist nichts anderes als das Spiegelbild der Gesellschaft. Wenn man nicht wagt, dann gewinnt man auch nicht.“ Genau dieses Gefühl habe ihm bei den letzten Spielen von Altach gefehlt. Deshalb gelte es an diesem Punkt anzusetzen, denn: „Wir werden etwas wagen. Das ist entscheidend. Ob es dann auch den gewünschten Effekt hat, wird sich zeigen. Wichtig ist jedoch, dass wir nach dem Spiel in den Spiegel schauen und dass wir wissen, alles gegeben zu haben und mutig gewesen zu sein.“ Neben der mentalen Ebene werde er in der Vorbereitung, die am Freitag startet, auch großen Wert auf den technisch-taktischen Bereich legen. „Wir haben nicht viel Zeit zu verlieren. Deshalb wird viel gearbeitet werden und wenig frei gegeben“, lautet schon einmal seine Botschaft an die Spieler. Arbeit als Rezept für den Klassenerhalt, das schickt Magnin schon einmal voraus. Geht es ihm doch darum, im Frühjahr eine aktive, aggressive Mannschaft auf dem Platz zu sehen, die körperlich „am höchsten Level ist, den es in Österreich gibt“. Seine Akkus seien voll, hat Magnin betont, und in seiner Stimme schwingt jene Energie mit, die auch SCRA-Geschäftsführer Christoph Längle so lobend herausstreicht: „Ludovic erreicht die Menschen, und das hat uns zuletzt mit Sicherheit gefehlt.“

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Neue Offensivkräfte noch vor dem Trainingslager

Intensiviert wurden mit Wochenstart die Gespräche zwischen Altachs Sportchef Werner Grabherr und Cheftrainer Ludovic Magnin in Bezug auf die Kaderzusammenstellung. Schon kommende Woche könnte es diesbezüglich Bewegung geben. Fix ist, dass zum Trainingsauftakt kein Neuer erwartet wird. Ob das Trio Berkay Dabanli, Anderson und Mario Steffl noch zu sehen ist, bleibt abzuwarten. Noch sind sie Spieler des SCR Altach, auch wenn sich ihre Wege trennen werden. Zwei Offensivspieler sowie ein „Sechser“ hat Grabherr auf dem Radar. Sicher ist zudem, dass einer aus dem Trio ein Österreicher sein wird – und vielleicht kommt noch ein vierter Spieler.

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