Kobayashi mit der nächsten Flugshow

Sport / 05.01.2022 • 22:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit Rang 22 verpasste Ulrich Wohlgenannt sein bestes Weltcupergebnis nur um 0,7 Punkte.gepa
Mit Rang 22 verpasste Ulrich Wohlgenannt sein bestes Weltcupergebnis nur um 0,7 Punkte.gepa

Österreichs Adler in Bischofshofen stark verbessert, Hörl/Fettner auf Platz fünf. Ulrich Wohlgenannt mit Rang 22.

Bischofshofen Während der japanische Teufelskerl Ryoyu Kobayashi durch den erneuten Tagessieg nach dem historischen zweiten Grand Slam greift, zeigten sich Österreichs „Adler“ beim dritten Springen im Rahmen der Vierschanzentournee stark verbessert. Ein Trio schaffte es unter die besten zehn, insgesamt acht Springer fanden sich in den ersten 23 Plätzen. Wobei ausgerechnet Stefan Kraft mit Rang 23 der schlechtestplatzierte ÖSV-Springer im Finale war. Knapp davor klassierte sich Ulrich Wohlgenannt auf Platz 22. Damit stellte der 27-jährige Dornbirner seine bislang besten Weltcup-Platzierungen ein. Denn schon 2015 war er in Vikersund (14. Februar) auf Rang 22 gelandet, wie auch im Februar (19.) des Vorjahres beim Springen in Rasnov. Nach dem ersten Durchgang war der Vorarlberger noch auf dem 15. Rang gelegen. Wohlgenannt war nach der Absage des Springens in Innsbruck zugute gekommen, dass die Qualifikation auf jener Schanze ausgetragen werden muss, auf der schließlich auch der Bewerb stattfindet. Damit war sein Aus vom Bergisel hinfällig, und in Bischofshofen schaffte er die erstmalige Qualifikation im Rahmen der Vierschanzentournee souverän.

Michael Hayböck schaffte bei seinem Weltcup-Comeback, nachdem er sich Anfang Oktober einer Bandscheibenoperation unterziehen musste, als Neunter einen sensationellen Top-Ten-Platz. „Das ist der schönste neunte Platz in meinem Leben“, strahlte der Oberösterreicher im Zielraum. „Das gibt enormes Selbstvertrauen“, so Hayböck.

Kobayashi als Rekordjäger

Am Tag nach dem Windchaos am Bergisel waren die Bedingungen regulär, aber nicht wirklich angenehm: Nebel und Dauerregen, der später in Schnee überging, sorgten für ein noch tristeres Ambiente als ohnehin – Zuschauer waren auch in Bischofshofen nicht zugelassen. Die am Montag in Innsbruck ausgetragene Qualifikation war hinfällig geworden, da die Vorausscheidung auf der selben Schanze wie der Wettkampf stattfinden muss. Am Montag wie am Mittwoch gewann Kobayashi die Quali und kassierte doppelt Preisgeld. Zwei Qualifikations-Siege für das gleiche Springen – wohl die bislang kurioseste unter der Bestmarken des Japaners.

Kobayashi hatte schon 2018/19 mit vier Tagessiegen den Gesamtsieg gefeiert, das war zuvor nur Hannawald (2001/02) und dem Polen Kamil Stoch (2017/18) gelungen. Kobayashi wäre der Erste mit dem Doppel-Grand-Slam. „Eigentlich kann sich Ryoyu nur selbst schlagen“, sagte Markus Eisenbichler.

Daniel Huber (Nummer 15) gratuliert seinem Teamkollegen Manuel Fettner.apa
Daniel Huber (Nummer 15) gratuliert seinem Teamkollegen Manuel Fettner.apa

Skispringen

Vierschanzentournee, 3. Springen in Bischofshofen

 1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 291,3 Punkte  137,0 m/137,5 m

 2. Marius Lindvik (NOR) 286,6 137,5/135,5

 3. Halvor Egner Granerud (NOR) 282,4 135,5/135,5

 4. Karl Geiger (GER) 280,8 133,0/136,0

 5. Manuel Fettner (AUT) 273,1 137,0/132,5

   Jan Hörl (AUT) 273,1 138,0/132,5

 7. Robert Johansson (NOR) 270,4 133,0/135,0

 8. Markus Eisenbichler (GER) 270,3 130,0/140,5

 9. Michael Hayböck (AUT) 267,1 130,5/131,5

10. Yukiya Sato (JPN) 262,9 137,0/126,5

11. Clemens Aigner (AUT) 262,7 129,0/135,5

12. Severin Freund (GER) 257,3 131,5/133,5

13. Daniel Huber (AUT) 257,0 132,0/127,5

14. Timi Zajc (SLO) 256,6 130,5/131,5

15. Andreas Wellinger (GER) 252,7 129,5/130,5

17. Philipp Aschenwald (AUT) 251,4 132,5/124,5

22. Ulrich Wohlgenannt (AUT) 247,5 131,5/124,0

23. Stefan Kraft (AUT) 246,3 133,0/123,0

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