Nur raus aus der Gefahrenzone

Sport / 05.01.2022 • 22:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Trainingsauftakt der Rothosen gestaltete sich äußerst winterlich. vn-stiplovsek
Der Trainingsauftakt der Rothosen gestaltete sich äußerst winterlich. vn-stiplovsek

FC Dornbirn und Neo-Coach Muhammet Akagündüz starten die „Mission Klassenerhalt“.

Dornbirn Schnee auf dem Kunstrasen, Temperaturen um den Nullpunkt: Im Auftakttraining bekam Dornbirns Neo-Coach Muhammet Akagündüz (43) gleich die volle Pracht des Vorarlberger Winters zu spüren. Der Stimmung taten die winterlichen Verhältnisse keinen Abbruch.

Wind of Change

„Jetzt heißt es, sportlich neue Schritte zu gehen und zu schauen, dass wir die Mannschaft dorthin bringen, wo wenig Gefahr herrscht“, redet Akagündüz nicht lange um den heißen Brei. Seit Montag weilt er bereits im Ländle, gemeinsam mit dem Trainerteam wurde die Vorbereitung geplant, es habe Besprechungen mit dem Vorstand gegeben. Zu tun gibt es zweifellos genug: Zwölf Punkte aus 16 Spielen bedeuten Platz 14 in der Tabelle, ein Abstiegsplatz.

„Wir haben eine Idee, wie wir spielen wollen. Dazu müssen wir auch die richtigen Spieler holen“, so der Neo-Coach. Wie diese Idee genau ausschaut? Diesbezüglich lässt er sich noch nicht ganz in die Karten blicken. Das Spiel der Dornbirner soll aber wohl offensiver werden. „Es wird sicher einige Veränderungen geben“, kündigt Akagündüz an. „Auch in der Mannschaft.“

Auf der Suche nach Verstärkungen

Die personellen Baustellen sind bekannt. In der Offensive müssen die Rothosen tätig werden, zumal sich die Verpflichtung von Yann Kasai (ein Elfmetertor in 15 Spielen) als Fehlgriff entpuppte, der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Mit 37 Gegentoren stellt man nach den Juniors OÖ zudem die zweitschlechteste Defensive der Liga. Mit Felix Gurschler hat ein Innenverteidiger den Verein verlassen, ein Verbleib von Rechtsverteidiger Anderson (war aus Altach ausgeliehen) sei in der Schwebe. Zusammengefasst: „In der Abwehr haben wir auf jeden Fall noch Bedarf.“

Bereits in der nächsten Woche sollen sich erste Testspieler für ein Engagement empfehlen. Wohlwissend, dass gute Transfers keine einfache Aufgabe sein werden. „Wir müssen schauen, dass wir mit unseren Mitteln das Bestmögliche rausholen, Ablöse ist da keine drinnen“, so Akagündüz.

Wichtige Wochen

Ein erstes Mal an der Seitenlinie Platz nehmen wird Akagündüz im Testspielauftakt beim FC Wil (15. Jänner). Zudem stehen Tests gegen Memmingen, Brühl, Wattens sowie Austria Lus­tenau auf dem Programm.

Dann warten bereits erste Wochen der Entscheidung auf den FC Dornbirn. Denn nach dem Frühjahrsauftakt gegen den SKU Amstetten warten mit den Juniors OÖ, den Young Violets, Horn und Kapfenberg gleich vier Spiele gegen schlagbare Gegner, zudem empfängt man St. Pölten daheim. „Wir sind uns dessen bewusst, dass die ersten sechs Wochen sehr entscheidend sind. In diesen Wochen könnten wir uns sämtlicher Abstiegssorgen entledigen.“

Respekt und Wertschätzung

Seinen Umstieg in den Erwachsenenfußball sieht Akagündüz – er arbeitete zuletzt jahrelang beim SK Rapid in der Jugendabteilung – gelassen. Das Spiel werde zwar schneller und intensiver. In einem Punkt gebe es aber keinen Unterschied: „Spieler wollen, egal ob sie 15 oder 30 Jahre alt sind, mit Respekt und Wertschätzung behandelt werden.“ Und weiter: „Schlussendlich entscheidet es sich am Platz.“

„Wir müssen schauen, dass wir die Mannschaft dorthin bringen, wo wenig Gefahr herrscht.“

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