Marco Rossi mit tadellosem Debüt

Sport / 07.01.2022 • 20:43 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Marco Rossi war bei seiner NHL-Premiere sehr gut im Spiel, prüfte auch Boston-Torhüter Jeremy Swayman.gepa
Marco Rossi war bei seiner NHL-Premiere sehr gut im Spiel, prüfte auch Boston-Torhüter Jeremy Swayman.gepa

Viel Eiszeit für den Eishockey-Jungstar aus Rankweil beim Sieg von Minnesota.

Boston „Ich habe mich sehr über das Vertrauen gefreut, das Coach Dean Evason in mich gesetzt hat.“ Marco Rossi strahlte nach seinem Debüt in der National Hockey League für die Minnesota Wild mit einem 3:2-Erfolg gegen die Boston Bruins übers ganze Gesicht. „Es hat sich sehr gut angefühlt, erstmals in einem NHL-Spiel dabei zu sein“, erzählte der 20-Jährige nachher. „Ich werde von den Mitspielern unglaublich unterstützt, alle haben gratuliert. Es war immer mein Traum, dass ich eines Tages in diese Liga komme. Der ganze Tag vor dem Spiel war sehr aufregend.“

Viel Eiszeit in Überzahl

Rossi durfte ebenso wie sein gleichaltriger Stürmerkollege Matt Boldy früher als die Teamkollegen aufs Eis im TD Garden von Boston, die beiden zogen beim Aufwärmen allein ihre Kreise. Ein Ritual, das jeweils den Neulingen bei ihrem Debüt in der besten Eishockeyliga der Welt zusteht. Nach genau 30 Sekunden stand der Rankweiler erstmals in einem NHL-Spiel am Bullypunkt, an seiner Seite Marcus Foligno und Kevin Fiala. Mit dem ersten Einsatz holte er gegen Mike Reilly eine Strafe heraus, spielte in Überzahl als einer von vier Stürmern links an der blauen Linie. Boston ging aber mit dem ersten Powerplay durch Taylor Hall (7.) in Führung. Einen Doppelausschlusses der Gastgeber nutzte die Wild-Equipe, um das Spiel zu drehen. Kirill Kaprizov per Onetimer (16./5:3) und Nico Sturm, der einen Brodin-Schuss abfälschte (17./5:4), brachten die Wild 2:1 in Führung. Im Mittelabschnitt rückte in die Rossi-Linie bei Foligno Boldy in den zweiten Angriff auf. Der Gleichaltrige, mit dem er sich beim Team von Iowa schon gut verstand, krönte seinen Einstand mit dem Treffer zum 3:1 (33.). Mit einem Zuspiel brachte Rossi später Mitspieler Mats Zuccarello in aussichtsreiche Position, der Norweger scheiterte aber an Bostons Torhüter Jeremy Swayman. Für eine weitere Aktion gab es im ersten Drittel Lob von den ESPN-Kommentatoren für seine solide defensive Arbeit.

Marcos Spiel im statistischen Rückblick: Er gab zwei Torschüsse ab, gewann drei von neun Bullys, brachte einen Check an, nahm einmal dem Gegner die Scheibe ab, stand 16:19 Minuten auf dem Eis, 6:22 davon in Überzahl.

Rossi bekam schnell die körperliche Dynamik der NHL zu spüren. Zweimal wurde er an der Bande gecheckt, einmal vor dem Tor. Und Bostons Raubein Trent Frederic, der das Spiel von Wild-Star Kaprizov im Mittelabschnitt beendete und dafür später von Foligno in einer handfesten Auseinandersetzung bestraft wurde, beförderte den gebürtigen Feldkircher im Bereich der Spielerbank fast vom Eis. „In der AHL ist das Körperspiel aber intensiver“, meinte Rossi. „Vom technischen Gesichtspunkt her ist die NHL natürlich um vieles besser.“ Trainer Evason lobte nach dem Spiel explizit seine Neulinge: „Wir haben den jungen Spielern diese Leistungen zugetraut.“

„Großartig gemacht“

„Großartig gemacht“, kommentierte VEU-Legende Conny Dorn und Wegbegleiter von Rossi, das erste NHL-Spiel des Jungstars. „Marco hat eine tadellose Leistung abgeliefert. Er hat ein paar schöne Pässe gespielt, war selbst immer in Bewegung. Und als vierter Stürmer von der blauen Linie im Powerplay Fäden zu ziehen, ist ganz schwer. Marco wurde für seinen Fleiß und seine hartnäckige Arbeit belohnt.“

„Es hat sich sehr gut angefühlt, erstmals in einem NHL-Spiel dabei zu sein.“

Marco Rossi war bei seiner NHL-Premiere sehr gut im Spiel, prüfte auch Boston-Torhüter Jeremy Swayman.gepa
Marco Rossi war bei seiner NHL-Premiere sehr gut im Spiel, prüfte auch Boston-Torhüter Jeremy Swayman.gepa
Marco Rossi Auge in Auge mit Altstar Patrice Bergeron.
Marco Rossi Auge in Auge mit Altstar Patrice Bergeron.
Rossi steckte Attacken wie jene von Trent Frederic weg.
Rossi steckte Attacken wie jene von Trent Frederic weg.

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