Nach 1401 Tagen wieder zurück

Sport / 07.01.2022 • 17:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Elisabeth Kappaurer ist Teil des Aufgebots für Krajnska Gora.

Krajnska Gora Zwei Riesentorläufe sind bis zur Nominierung des Olympiateams noch Zeit. Damit werden es für die Skirennläuferinnen auch die Bewerbe der letzten Chancen, will man in Peking dabei sein. Nach der Weichschneepiste in Zagreb werden am Wochenende auf dem Podkoren in Kranjska Gora andere Verhältnisse auf die Technikerinnen zukommen. Im Slalom zweimal in Folge auf dem Podest sollte es für Katharina Liensberger auch im Riesentorlauf wieder weiter nach vorne gehen.

Währenddessen geht es für die Bregenzerwälderin Elisabeth Kappaurer um ein gelungenes Comeback im Weltcup. Die 27-Jährige mussste nach einer schweren Verletzung im August 2019 für längere Zeit pausieren, bevor sie beim Weltcup in Lienz vor wenigen Wochen wieder als Vorläuferin an den Start gehen konnte. Ihr letztes Weltcup-Rennen hat sie im März 2018 bestritten, nun kehrt sie zurück. Dementsprechend groß ist ihre Freude über die Nominierung: „Der Weg zurück war sehr lange und sicher nicht immer einfach, aber die harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht und ich bin sehr glücklich, wieder mit dabei zu sein“, freut sie sich über ihren ersten Einsatz seit 1401 Tagen.

Die Göfnerin Liensberger hat erst zwei Riesentorläufe in den Beinen. Nach Platz vier in Sölden verpasste sie die beiden Courchevel-Rennen wegen einer Corona-Infektion, im Comebackrennen von Lienz reichte es wegen fehlender Kraft nur zum 25. Platz. Gleich tags drauf wurde die Weltmeisterin im Slalom in der Dolomitenstadt Zweite und am Dienstag in Zagreb trotz schweren Fehlers Dritte. Im Riesentorlauf wartet das ÖSV-Frauenteam in diesem Winter noch auf einen Podestrang.

Ziele klar gesetzt

„Ich merke von Tag zu Tag, dass es besser wird“, sagte Liensberger. Das wird für den schwierigen Hang in Slowenien – der Riesentorlauf findet am Samstag, der Slalom am Sonntag statt (jeweils 9.30 und 12.30 Uhr/live ORF 1) – notwendig sein. „Es heißt, alles zu geben und im Schlusshang stabil und sauber zu fahren bis ins Ziel“, meinte Liensberger.

Shiffrin dominiert Wertung weiter

Obwohl sie an den Lienz-Rennen wegen Corona nicht teilnahm, führt Mikaela Shiffrin nach ihren Siegen in Sölden und Courchevel die Riesentorlauf-Disziplinwertung mit 280 Punkten immer noch an. Es folgen die Schwedin Sara Hector (262) und die Slowakin Petra Vlhova (235). Hinter Lienz-Gewinnerin Tessa Worley (227) ist Ramona Siebenhofer als Fünfte (118) beste Österreicherin. Wie Liensberger darf sie nach ihren vier Top-Elf-Platzierungen für den Peking-Riesentorlauf planen, ebenso wie wohl auch Katharina Truppe. Stephanie Brunner konnte in Lienz den Aufwärtstrend nicht nützen und war nach dem Ausfall enttäuscht.

Shiffrin fuhr in ihren vergangenen sechs Weltcup-Rennen fünfmal auf das Podest, hat im Gesamtweltcup 115 Zähler Vorsprung auf Vlhova, der sie in Zagreb im Rennen um die Snow Queen Trophy als Zweite unterlegen war. Sie habe nach zehn Tagen Quarantäne im Zimmer etwas Energie verloren, aber nicht zu viel. „Ich werde mein Bestes geben, das in den nächsten Wochen zurückzubekommen“, sagte die US-Amerikanerin. In der Slalomwertung hat Vlhova bereits 140 Punkte Vorsprung auf Shiffrin und 218 auf die Wertungsdritte und Kugelverteidigerin: Liensberger.

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