Franz mag nicht „um die Ananas“ fahren

Sport / 12.01.2022 • 22:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Max Franz setzte im zweiten Abfahrtstraining am Lauberhorn die Bestmarke.ap
Max Franz setzte im zweiten Abfahrtstraining am Lauberhorn die Bestmarke.ap

Bestzeit im Training auf verkürzter Lauberhornstrecke – Kriechmayr aus Quarantäne entlassen.

Wengen Max Franz hat im zweiten Abfahrtstraining auf dem Lauberhorn bei Wengen die Bestzeit aufgestellt. Der Kärntner Skirennläufer verwies auf verkürzter Strecke – gestartet wurde knapp oberhalb des Hundschopfs – den Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,56 Sek.) sowie die zeitgleichen Dominik Paris und Ryan Cochran-Siegle (je +0,93) auf die weiteren Plätze. Mit Daniel Hemetsberger auf Platz fünf (+0,96) landete ein weiterer ÖSV-Läufer im Spitzenfeld.

Der Super-G ist Neuland

„Es war richtig ein geiler Lauf, sehr aktiv. Gestern war ich noch nicht ganz parat bei gewissen Kurven. Heute war die Überzeugung da. Ich bin eigentlich sehr coole Kurven gefahren“, sagte Franz. Hemetsberger erklärte, sich vorgenommen zu haben, mehr Gas zu geben. „Gott sei Dank habe ich noch ein paar Reserven. Ich bin eigentlich zufrieden.“ 2,34 Sek. Rückstand hatte als 23. Matthias Mayer, der es „lässig zum Fahren“ fand. „Es ist hart, es ist besser als gestern.“

Der Abfahrtsweltmeister Vincent Kriechmayr war nach einem positiven Corona-Test wie am Vortag nicht am Start, womit er nach derzeitigem Stand am Freitag und Samstag nicht an den Abfahrten teilnehmen kann. Beim Super-G heute (12.30 Uhr) dürfte er nun antreten, nachdem er gestern in Österreich aus der Quarantäne entlassen worden war. Laut ÖSV gäbe es aber noch Wege und Möglichkeiten, die ihm erlauben würden, auch die Abfahrten zu bestreiten. Man wollte den entsprechenden Sitzungen jedoch nicht vorgreifen.

Der Super-G in Wengen ist für alle Neuland. „Aber es ist für jeden alles möglich“, sagte Olympiasieger Matthias Mayer, der bereits einmal in Wengen gewonnen hat; 2020 entschied der Kärntner die Alpine Kombination für sich. Wie der Super-G aussehen werde, sei „echt schwierig zu sagen“, meinte er. „Manche Passagen, speziell am Anfang wie das Kernen-S, werden natürlich ähnlich wie die Abfahrt sein. Aber im Abschnitt Langentrejen kann man ein bisschen mehr Kurven fahren.“

Man muss es sich verdienen

Franz fühlt sich wohl am Lauberhorn. „Ich fahre brutal gut Ski. Wenn alles zusammenpasst, kann ich voll mitfahren. Das hab ich schon gezeigt. Das ist natürlich das Ziel, alles parat zu haben, dass ich da voll angreifen kann.“ Die Olympischen Spiele müsse man sich „sowieso verdienen. Wenn du nichts zusammenfährst, hast du da drüben auch nichts verloren, dann fährst du um die Ananas mit. Das interessiert dann auch niemanden.“

„Die Überzeugung war da. Ich bin eigentlich sehr coole Kurven gefahren.“

Ski alpin

2. Training Herrenabfahrt Wengen

1. Max Franz (AUT) 1:43,42 Min., 2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) +0,56 Sek., 3. ex aequo Ryan Cochran-Siegle (USA) und Dominik Paris (ITA) je +0,93, 5. ex aequo Niels Hintermann (SUI) und Daniel Hemetsberger (AUT) je +0,96, 7. Christof Innerhofer (ITA) +1,24, 8. Stefan Rogentin (SUI) +1,25 – 9. Jared Goldberg (USA) +1,50, 10. Marco Odermatt (SUI) +1,52, 15. Otmar Striedinger +1,91,17. Daniel Danklmaier +1,96,23. Matthias Mayer +2,34, 26. Christian Walder (alle AUT) +2,37, 30. Beat Feuz (SUI) +2,51, 35. Stefan Babinsky +2,91, 43. Stefan Rieser +3,29 , 50. Raphael Haaser +4,06.

Nicht am Start: Vincent Kriechmayr (alle AUT)

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.