Für Odermatt läuft es

Sport / 13.01.2022 • 20:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marco Odermatt feierte beim Super-G in Wengen den sechsten Saisonsieg, der Schweizer ist hurtig in Richtung Gesamt-Weltcup unterwegs.gepa
Marco Odermatt feierte beim Super-G in Wengen den sechsten Saisonsieg, der Schweizer ist hurtig in Richtung Gesamt-Weltcup unterwegs.gepa

Sieg im Super-G in Wengen, Mayer auf dem dritten Platz, Ausnahme für Kriechmayr.

Wengen Marco Odermatt hat seinen zweiten Super-G in diesem Weltcup-Winter gewonnen und damit zumindest kurzzeitig Aleksander Aamodt Kilde entthront, der zuletzt dreimal en suite triumphierte. Der Norweger hatte in Wengen 0,23 Sekunden Rückstand, Olympiasieger Matthias Mayer als Dritter 0,58. Nach seiner Covid-Infektion wieder mit dabei und Neunter wurde Vincent Kriechmayr (+1,03).

Der Oberösterreicher darf mit einer Sondergenehmigung der Jury auch in den beiden Abfahrten am Start sein. Kriechmayr hatte wegen seiner Corona-Quarantäne die Trainings verpasst. Er wird heute um 9.44 Uhr vom Originalstart der Lauberhorn-Abfahrt auf die Strecke gehen und dann sofort stoppen. Gemäß FIS-Renndirektor Markus Waldner habe er damit die Regeln erfüllt: „Das Corona-Problem brauche „spezielle Entscheidungen“.

Engagierte Fahrt

Mayer durfte mit dem Stockerlplatz zum Auftakt der Lauberhornrennen zufrieden sein. „Es ist ein bisschen zum Schleichen, einmal was anderes, lässig zum Fahren. Es war eine engagierte Fahrt, ich kann mir ein bisserl was mitnehmen für die nächsten Tage. Ich habe gut attackiert, das probiere ich morgen noch einmal umzusetzen“, meinte der Kärntner. Zu Odermatt „sage ich nur, dass ich zu ihm gar nichts mehr sagen kann. Es ist gewaltig. Wenn er jetzt auch noch im Slalom anfängt, haben die auch noch ein Problem.“

Kriechmayr war nach Freigabe der Behörden („Ich verstehe die Behörden, dass sie für mich keine Ausnahme machen“) erst am Mittwoch um 23 Uhr in Wengen eingetroffen. „Ich habe gut geschlafen und mich heute gut gefühlt“, sagte der Weltmeister. „Ob das das Maximum war, kann ich nicht sagen, ich habe ein paarmal die Spur verloren. Ich bin froh, dass ich fahren durfte.“

Danklmaier war nach dem besten Super-G-Ergebnis seiner Karriere „auf jeden Fall zufrieden“. Gefühlt sei es gut gewesen und ihm gut gelungen. „Beim Fahren habe ich mir ein paar Mal gedacht, jetzt bin ich zwar am Limit, aber das muss im Super-G eh sein.“ Franz ärgerte sich über einen Fehler, nahm aber viel Positives mit. „Im Mittelteil Langentrejen war ich einmal bei der Anfahrt zu einem Tor im Sulz draußen, da frisst es mir brutal viel. Sonst war die Fahrt richtig geil und gut gelungen.“

Für den 24-jährigen Odermatt war es der sechste Saisonsieg sowie der zehnte seiner Karriere. „Unheimlich, aber unglaublich. Schon letztes Wochenende war es eine ganz andere Ausgangslage mit dem großen Druck. Ich habe wirklich immer nur von Adelboden geträumt. Da war die emotionale Bedeutung für mich größer, das macht den Sieg aber nicht kleiner“, sagte Odermatt.

„Seit Adelboden fühlt sich alles einfach und leicht an. Ich bin in einem super Flow.“

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