In der Hinterplärsch glühen die Kufen

Sport / 13.01.2022 • 21:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
ÖRV-Medaillenhoffnung Selina Egle profitiert von der perfekten Arbeit der Eismeister Sepp Kienast und Hannes Riedmann. Paulitsch
ÖRV-Medaillenhoffnung Selina Egle profitiert von der perfekten Arbeit der Eismeister Sepp Kienast und Hannes Riedmann. Paulitsch

Junioren-Weltcup und Europameisterschaft am Wochenende im Eiskanal Bludenz.

Bludenz Am 29. Oktober 2021 erfolgte die feierlich Eröffnung und seit 1. November glühen im Eiskanal Bludenz sprichwörtlich täglich von früh bis spät die Kufen. Über 5000 Trainingsfahren wurden bereits in dem in seiner Bauweise weltweit einzigartigen Eiskanal in der Hinterplärsch absolviert. „Der 700 Meter lange Eiskanal mit sechs Kurven ist eine ideale Trainingsstätte für den Nachwuchs“, betont Initiator Manfred Heinzelmaier stolz. „Die Bahn mit einem Gefälle von 10 bis 16 Prozent und einer Maximalgeschwindigkeit von ca. 100 km/h bietet speziell für denNachwuchs perfekte Bedingungen. Hier können sich die Jugendlichen behutsam an die nächste Stufe herantasten.“

120 Aktive, 18 Nationen

Nach der Junioren-EM 1981 und der Junioren-WM 1984, welche noch auf der alten Natureis-Kunstrodelbahn ausgetragen wurden, erfolgt kommendes Wochenende die Feuertaufe als Wettkampfstätte. Im Rahmen der sechsten und letzten Station des Juniorenweltcups werden zusätzlich die Europameister ermittelt. Seit Wochenbeginn absolvieren rund 120 Nachwuchssportler aus 18 Nationen aus Europa, Nordamerika und Australien täglich über 350 Trainingsfahrten. „Nicht nur für einen Großteil der Aktiven, auch für die ehrenamtlichen Funktionäre des RC Sparkasse Bludenz ist es die Generalprobe für die Junioren-EM im Jänner 2022. Dank der perfekten Arbeit der beiden Eismeister Sepp Kienast, normalerweise der Mastermind in Sachen Eisverhältnisse in Innsbruck-Igls, und Hausherr Hannes Riedmann finden die Sportler perfekte Bedingungen. Bislang gab es nur lobende Worte für die Bedingungen und so soll es auch nach dem Wochenende sein“, erklärt Landesverbandspräsident und Ex-Olympiastarter Franz Wilhelmer.

Einziger Wermutstropfen aktuell, dass vorerst noch kein Vorarlberger im Nachwuchsweltcup startberechtigt ist. „Durch die fehlenden Trainingsbedingungen in der Vergangenheit ist im Nachwuchs eine Lücke entstanden. Nun dürfen wir uns über einen wahren Boom freuen und in zwei bis drei Jahren sollten wir diese Lücke geschlossen haben“, so Heinzelmaier.

Start an beiden Tagen um 8.30 Uhr

Das Weltcupwochende startet am Samstag um 8.30 Uhr mit den Jugend-A-Einsitzern, um 14 Uhr folgen die Doppelsitzer. Am Sonntag ab 8.30 Uhr erfolgt dann mit den Junioren im Einsitzer der Abschluss der Bewerbe. VN-JD

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