Positiv starten, negativ bleiben

Sport / 13.01.2022 • 22:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der in Polen bei Pulawy spielende Harder Boris Zivkovic kennt die Spieler von Polen aus den Duellen gegen die Topteams Kielce und Plock. GEPA
Der in Polen bei Pulawy spielende Harder Boris Zivkovic kennt die Spieler von Polen aus den Duellen gegen die Topteams Kielce und Plock. GEPA

EM-Mission von Österreichs Handballern startet mit Schlüsselspiel gegen Polen.

Bratislava Polen ist am Freitag (20.30 Uhr, live ORF Sport+) in Bratislava die Auftakthürde für Österreichs Handballer bei der seit 2010 fünften Teilnahme an einer EM-Endrunde. Nach den mitreißenden Auftritten vor zwei Jahren bei der Heim-EM in Wien will man bei der diesmal in Ungarn und der Slowakei über die Bühne gehenden EURO 2022 mit einem Sieg im Auftaktspiel den Grundstein für die nächste erfolgreiche EM-Mission legen. „Wir können es kaum erwarten, dass es los geht. Ein erfolgreicher Start wäre zumindest die halbe Miete, um den anvisierten Einzug in die Hauptrunde zu schaffen“, betonte ÖHB-Kapitän Nikola Bilyk kämpferisch und erinnert sich zurück: „Wie wertvoll ein erfolgreicher Start in ein Turnier ist, hat man 2020 gesehen. Mit den Siegen gegen Tschechien (32:29), die Ukraine (34:30) und Nordmazedonien (32:28) haben wir die Basis für den historischen 8. Endrang gelegt und genau so ein Topresultat wollen wir auch diesmal erreichen.“

Fünf positive Fälle bei Polen

Im Gegensatz zu Österreich kämpft Polen vor dem Startspiel mit Coronaproblemen. 36 Stunden vor Spielbeginn meldeten sie weitere fünf positiv Getestete, nachdem bereits in der Vorwoche zwei Akteure betroffen waren. So mussten Gaolie Adam Morawski, Piotr Chrapkowski, Jan Czuwara, Kacper Adamski und Damian Przytula in Quarantäne. „Wir verkopfen uns nicht über die Probleme des Gegners, sondern versuchen, fokussiert zu bleiben, mit einem positiven Erlebnis ins Turnier zu starten und in Bezug auf Corona negativ zu bleiben“, betonte ÖHB-Teamchef Ales Pajovic. „Wir sind bereit, haben eine super Vorbereitung gemacht und hoffe, dass wir das Turnier in stärkster Besetzung fertig spielen können.“

Obwohl sich Polen, 2015 immerhin noch WM-Dritter, in den vergangenen Jahren aber die EM 2018 und WM 2019 verpasste und 2020 nur EM-21. wurde, warnt Polen-Legionär Boris Zivkovic davor, den Gegner zu unterschätzen: „Sie sind körperlich sehr stark, technisch versiert und erfahren. Das Gros des Kaders setzt sich as Akteuren von Kielce und Plock zusammen. Dazu kommen einige Legionäre, die mit ihren Klubs im Europacup viel Erfahrung sammeln konnten“, erklärt der 29-jährige Harder, der seit Sommer bei Pulawy unter Vertrag steht.

Tägliche Tests, 2500 Zuschauer

Um Coronafälle zu vermeiden, lässt man im Lager der Österreicher nichts unversucht. Wie schon beim Teamlehrgang seit 2. Jänner in Stockerau befindet sich der gesamte ÖHB-Tross in einer Blase. Im Hotel ist man abgeschottet, jede Nation hat ihr eigenes Stockwerk, durchgehend wird Maske getragen und gegessen wird im eigenen Meetingraum. Zusätzlich nimmt man täglich Antigentests vor, die bislang im EHF-Sicherheitsprotokoll nicht vorgeschreiben waren.

Während Ungarn für die Spiele in Budapest, Szeged und Debrecen keine Zuschauerbeschränkungen erlassen hat, hat die Slowakei die Fananzahl in Bratislava und Kosice auf 25 Prozent der Hallenkapazitäten limitiert. „Nach den Geisterspielen bei der WM 2021 sind wir froh, dass wenigstens 2500 Zuschauer, idealerweise alle aus Österreich, zu den Spielen kommen können“, so Pajovic abschließend. VN-JD

Der in Polen bei Pulawy spielende Harder Boris Zivkovic kennt die Spieler von Polen aus den Duellen gegen die Topteams Kielce und Plock. GEPA
Der in Polen bei Pulawy spielende Harder Boris Zivkovic kennt die Spieler von Polen aus den Duellen gegen die Topteams Kielce und Plock. GEPA

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