Kilde stahl den Schweizern die Show

Sport / 14.01.2022 • 20:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Aleksander Aamodt Kilde legt einen beeindruckenden Comeback-Winter hin. In Wengen fuhr er zu seinem fünften Saisonsieg. Daniel Hemetsberger wurde wie in Bormio Vierter.gepa
Aleksander Aamodt Kilde legt einen beeindruckenden Comeback-Winter hin. In Wengen fuhr er zu seinem fünften Saisonsieg. Daniel Hemetsberger wurde wie in Bormio Vierter.gepa

Sieg in der Wengen-Abfahrt vor Odermatt und Feuz, Hemetsberger auf Rang vier.

Wengen Aleksander Aamodt Kilde hat seinen fünften Saisonsieg in trockene Tücher gebracht. Der Norweger stahl in der ersten von zwei Wengen-Abfahrten den Schweizer Marco Odermatt (+0,19) und dem dreifachen Lauerhornsieger Beat Feuz (+0,30) die Show. Daniel Hemetsberger (+0,46) kam in dem Rennen auf verkürzter Strecke als bester Österreicher auf Platz vier, Max Franz auf fünf (+0,66), Matthias Mayer auf sechs (+0,78) und Vincent Kriechmayr auf zwölf (+1,26).

Hemetsberger wie in Bormio

Otmar Striedinger hatte schon kurz nach dem Start relativ großen Rückstand und kam nicht über Rang 21 (+1,74) hinaus. Daniel Danklmaier war 26. (+1,95) und Stefan Babinsky 29. (+2,07). Christian Walder blieb als 36. (+2,44) ohne Punkte. 13.500 Zuschauer wohnten der Abfahrt laut Angaben des Organisationskomitees entlang der Strecke und im Zielgelände bei.

Hemetsberger egalisierte sein bisher bestes Abfahrtsergebnis, das er im Dezember in Bormio erreicht hatte. Damit wird er wohl auch ein Ticket für das Olympia-Speedteam gelöst haben. „Es ist mir ganz gut gegangen. Für das erste Rennen da runter bin ich es genauso gefahren, wie ich es wollte. Als ich sah, dass ich nur 16 Hundertstel hinter Feuz bin, habe ich mir gedacht, dass das ein gutes Ergebnis werden kann.“ Es sei „voll super“, dass er mit einem Mayer mitfahren könne. Wenn er an das Rennen am Samstag über die volle Distanz denke, werde ihm „schon etwas schwarz vor Augen“, denn mit dem Atemrhythmus sei es nicht so leicht. „Es ist mit dem Schnaufen brutal zäh. Aber ich werde alles reinhauen.“

Nicht optimal

Franz kam nicht ganz fehlerfrei durch und ärgerte sich entsprechend. „Ich habe beim S zu wenig rausgenommen und dann den Ski nicht auf Zug bekommen. Es hat mich verschlagelt. Danach ist mir trotzdem alles gut gelungen.“ Auch Mayer wusste, wo er die Zeit verloren hat. „Im Ziel-S, da habe ich angestellt und noch einen Schlag bekommen, das war nicht optimal.“

Kriechmayr, wegen seiner Coronainfektion verspätet angereist, blieb ohne Training, stieß sich aber vor dem Rennen für die Regelerfüllung einmal aus dem Starthaus ab. „Ich habe engagiert angefangen. Ich habe einen Pflug gemacht im Kernen-S, da wäre vielleicht ein Training ganz gut gewesen“, sagte der Oberösterreicher.“

Odermatt war überrascht

Für Kilde war es der elfte Weltcupsieg, der erste in Wengen. „Ich habe am Start versucht, Vollgas zu geben. Es war richtig geil zu fahren. In Wengen zu gewinnen, ist immer ein Ziel gewesen. Es ist schon Wengen, auch wenn es nicht von ganz oben ist.“ Für Odermatt, den Mann der Stunde im Männer-Weltcup, kam sein Ergebnis „etwas überraschend“. Feuz sieht seinen Landmann auch bald ganz oben. „Wenn man zweimal aufs Podest kommt, ist auch ein Sieg möglich. Aber ich versuche, ihm das Leben schwer zu machen.“ Seine Fahrt sei gut, aber nicht perfekt gewesen.

„In Wengen zu gewinnen, ist immer ein Ziel gewesen. Auch wenn es nicht von ganz oben ist.“

Aleksander Aamodt Kilde legt einen beeindruckenden Comeback-Winter hin. In Wengen fuhr er zu seinem fünften Saisonsieg. Daniel Hemetsberger wurde wie in Bormio Vierter.gepa
Aleksander Aamodt Kilde legt einen beeindruckenden Comeback-Winter hin. In Wengen fuhr er zu seinem fünften Saisonsieg. Daniel Hemetsberger wurde wie in Bormio Vierter.gepa

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