Lustenau bewies Moral

Sport / 18.01.2022 • 23:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lustenau bewies Moral
Viel zu tun gab es für den Bregenzerwälder Torhüter Karlo Skec, der 54 Minuten lang ohne Gegentor blieb, im Derby gegen den EHC Lustenau. Hartinger

EHC besiegte im Derby-Krimi den EC Bregenzerwald trotz 0:2-Rückstand in der Overtime 4:3.

Dornbirn Mit einem 4:3-Erfolg nach Verlängerung im Vorarlberger Derby startete der EHC Lustenau im Rahmen der Alps Hockey League in das Eishockeyjahr 2022. Für den EC Bregenzerwald setzte es nach einem spannenden Duell in der Dornbirner Messeeishalle die vierte Meisterschaftsniederlage im fünften Spiel nach der Coronapause. „Wir haben das Spiel hergeschenkt“, ärgerte sich Wald-Coach Markus Juurikalla.

Zwei Tore und ein starker Skec

Die Wälder waren von Beginn an das agilere Team, drückten aufs Tempo und fanden auch die ersten Möglichkeiten vor. Nach vier Minuten ließ Waltteri Lehtonen den Rebound nach einem Hammer von Roberts Lipsbergs r aus, zwei Minuten später scheiterte Julian Metzler zuerst am Pfosten und im Anschluss daran am EHC-Keeper Erik Hanses. Der blieb gleich darauf auch nach einem Getümmel vor seiner Nase Sieger (7.). Dann setzten aber auch die Sticker die ersten Nadelstiche. Patrick Ratz (9.) und Elias Wallenta (11.) verzogen knapp, Remy Giftopoulos stellte Wald-Goalie Karlo Skec erstmals auf die Probe. Nun waren wieder die Hausherren an der Reihe. Während Lehtonen das Ziel noch um wenige Zentimeter verfehlte (18.), stocherte Adem Kandemir das Spielgerät fünf Sekunden vor der ersten Eisreinigung im ersten Powerplay nach einem Schuss von Marlon Tschofen zur verdienten 1:0-Führung (20.) in die Maschen.
Die Pausenansprache von EHC-Coach Mike Flanagan zeigte jedoch Wirkung. Skec rückte immer mehr in den Mittelpunkt der Geschehnisse, behielt allerdings unter anderem gegen Albert Krammer (23.), Chris D´Alvise (24., 26.), Kevin Puschnik (28.) sowie Patrick Ratz (31.) die Oberhand. Und weil Jannik Fröwis einen der wenigen Befreiungsangriffe nach Vorarbeit von Julian Zwerger ins Tor bugsierte (32.), gingen die Juurikkala-Cracks mit einer 2:0-Führung in den Schlussabschnitt.

D‘Alvise mit Doppelpack

In den ersten Minuten nach Wiederbeginn warfen die auf Tabellenplatz vier liegenden Gäste noch einmal alles in die Waagschale, Skec hielt seine Farben jedoch vorerst mit tollen Paraden noch immer schadlos, bis zur 55. Minute. Nachdem Julian Metzler kurz zuvor die Großchance zur Vorentscheidung ausgelassen hatte, schlug eine Granate von Chris D‘Alvise zum 2:1 im Kasten der Bregenzerwälder ein. Die Schlussphase war dann nichts für schwache Nerven. Binnen 54 Sekunden glich D‘Alvise zum 2:2 (59.) aus, sorgte Fröwis für die erneute Wälder Führung zum 3:2 (59.), David Slivnik schaffte wiederum den Gleichstand, 40 Sekunden vor der Schlusssirene stellte er auf 3:3 (60.). In der Overtime netzte Stefan Hrdina bereits nach 18 Sekunden zur Entscheidung zugunsten der Lustenauer ein. SIHA