Für Ariane Rädler heißt es warten

Sport / 20.01.2022 • 20:26 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
War die Schnellste im Training auf der Tofana: Ramona Siebenhofer.gepa
War die Schnellste im Training auf der Tofana: Ramona Siebenhofer.gepa

Super G-Dritte von Zauchensee wartet auf negatives Testergebnis und hofft auf Einsatz in Cortina am Sonntag.

Cortina d‘Ampezzo Die steirische Skirennläuferin Ramona Siebenhofer hat das erste Training für die alpine Weltcup-Abfahrt in Cortina d‘Ampezzo regulär am schnellsten hinter sich gebracht. Eine um 0,2 Sekunden bessere Zeit als die 1:38,03 Min. der Dritten vom vergangenen Samstag in Zauchensee brachte die italienische Speed-Dominatorin Sofia Goggia ins Ziel, allerdings mit Torfehler. Goggias Landsfrau Frederica Brignone wies die Ergebnisliste als Dritte aus (+0,33 Sek. zurück).

Auf den Rängen vier bis sechs klassierten sich Breezy Johnson (USA, +0,66), Lara Gut-Behrami (SUI, +0,80) und Ester Ledecka (CZE, +0,82). Die übrigen Österreicherinnen kamen nicht in die Top Ten, Tamara Tippler und Christine Scheyer wurden Elfte (je +1,12). Mirjam Puchner ebenfalls nach Torfehler (+1,39) und Ricarda Haaser (+1,41) belegten die Ränge 15 und 16. Die Strecke nicht wie vorgeschrieben bewältigten auch deren Landsfrauen Nadine Fest (31., +2,61) und Elisabeth Reisinger (46., +4,21).

Rädlers Hoffen auf negativen Test

Nicht am Start waren die schon aus Zauchensee früher abgereiste Cornelia Hütter sowie Ariane Rädler, die Dritte des dortigen Super-G. Bei beiden hieß es, dass sie auf ein negatives Testergebnis warten, um zumindest noch für den Super-G am Sonntag (11.45 Uhr) startberechtigt zu sein. Generell wird es nun bei auftretenden positiven Testergebnissen für die Betroffenen mit einer Olympia-Teilnahme eng – vor allem bei Wettkampfterminen in der Anfangsphase der Spiele.

Derzeit gilt, dass mindestens acht Werktage vor der Abreise das Genesungsschreiben, zwei negative PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden sowie ein ausgefülltes Formular eingereicht werden müssen. Eine Antwort aus China ist innerhalb von fünf Werktagen zu erwarten.

Die alpinen Skibewerbe in Yanqing beginnen am 6. Februar mit der Männer-Abfahrt, das Training natürlich dementsprechend früher. Tags darauf steht der Frauen-Riesentorlauf auf dem Programm, die Speedkonkurrenzen der Frauen beginnen ab 11. Februar mit dem Super-G.

Siebenhofer hat vor drei Jahren auf der Tofana in zwei Abfahrten ihre bisher einzigen Weltcupsiege eingefahren, mit dementsprechender Vorfreude ist sie in den WM-Ort gereist. „Das ist einer meiner Lieblingsorte. Dort, wo man einmal gewonnen hat, hat man einmal eine spezielle Beziehung.“ Die Strecke präsentiere sich super, sie selbst könne aber noch besser fahren, meinte Siebenhofer. Vor dem Rennen am Samstag kann sie das im Training am Freitag zeigen (jeweils 11.30 Uhr).

Tippler meinte, dass die Strecke etwas unruhiger und mit mehr Schlägen versehen sei als in den vergangenen Jahren. Sie wolle jedenfalls ebenso ein gutes Argument für die Nominierung für die Olympischen Spiele liefern wie Scheyer. Die Vorarlbergerin war im Weltcup nur vor vier Jahren schon einmal in Cortina. Puchner berichtete von Schwierigkeiten auf ihrer Fahrt. „Ich bin nicht so gut zurechtgekommen. Aber es ist gut, nach Zauchensee gleich wieder in den Rhythmus zu kommen.“

Probleme bei Goggia

Noch immer etwas von ihrem Zauchensee-Sturz mitgenommen präsentierte sich Goggia, sie spüre ihren Körper immer noch. Bei Sonnenschein war beim Trainingsauftakt auch der für die nächsten Tage angekündigte Wind zu spüren, für den Abbau des Zieltransparentes musste die Übungseinheit unterbrochen werden.

Ariane Rädler harrt derzeit der Dinge und hofft auf einen negativen Covidtest, damit sie eventuell am Sonntag im Super-G starten kann. gepa
Ariane Rädler harrt derzeit der Dinge und hofft auf einen negativen Covidtest, damit sie eventuell am Sonntag im Super-G starten kann. gepa

Ski-weltcup

1. Training Damen-Abfahrt am Samstag

(11.30 Uhr) in Cortina d‘Ampezzo

1. Sofia Goggia* (ITA) 1:37,83 Min., 2. Ramona Siebenhofer (AUT) +0,20 Sek., 3. Federica Brignone (ITA) +0,33, 4. Breezy Johnson (USA) +0,66,
5. Lara Gut-Behrami (SUI) +0,80, 6. Ester Ledecka (CZE) +0,82, 11. Tamara Tippler und Christine

Scheyer je +1,12, 15. Mirjam Puchner* +1,39,
16. Ricarda Haaser +1,41, 24. Sabrina Maier +2,03, 31. Nadine Fest* +2,61, 35. Stephanie Venier +3,07, 40. Vanessa Nussbaumer +3,54,
41. Christina Ager +3,67, 46. Elisabeth Reisinger (alle AUT) +4,21;

Erklärung: *… mit Torfehler

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