Regelungen der Regierung sorgen für viel Unmut bei den Amateuren

Sport / 20.01.2022 • 04:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Regelungen der Regierung sorgen für viel Unmut bei den Amateuren
Aktuell dürfen Österreichs Amateurmannschaften keine Testspiele gegeneinander durchführen.

ÖFB fordert Reparatur der 25-Personen-Obergrenze für die Sportausübung.

Wien, Hohenems Noch ruht aufgrund der Winterpause Österreichs Amateurfußball. Doch langsam, aber sicher gehen Klubs unterhalb der beiden Profiligen auf die Vorbereitungszeit zu. Aufgrund der neuartigen Virusmutation hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, Testspiele zwischen Amateurmannschaften an die sogenannte 25-Personen-Obergrenze zu koppeln.
Die aktuelle Verordnung sieht vor, dass für die Sportausübung außerhalb des

Spitzensports trotz 2G-Regelung eine maximale Teilnehmerzahl von 25 Personen gilt. Trotz intensiver Bemühungen des organisierten Sports soll diese Obergrenze beibehalten werden. Durch die Begrenzung der Teilnehmerzahl wird der Spielbetrieb im Breiten- und Amateursport unmöglich, da dafür neben den Spielern auch Trainer, Schiedsrichter und Betreuer erforderlich sind.

VfB-Obmann Harald Achenrainer kann den aktuellen Richtlinien nichts Gutes abgewinnen.
VfB-Obmann Harald Achenrainer kann den aktuellen Richtlinien nichts Gutes abgewinnen.

„Ich kann diese Regelung nicht nachvollziehen, das ist wie eine Watsche für uns.“

Harald Achenrainer, Obmann VfB Hohenems

Vorreiter Fußball

Bis Weihnachten gab es eine gut funktionierende Regelung, die die Anforderungen des Teamsports berücksichtigt hat. „Hunderttausende Sportlerinnen und Sportler, die ohnehin der 2G-Regel unterliegen, werden an der Sportausübung gehindert. Dabei ist völlig unstrittig, dass Bewegung nicht Teil des Problems, sondern der Lösung ist“, so ÖFB-Präsident Gerhard Milletich. „Wir haben uns erwartet, dass dieser Passus in der kommenden Verordnung repariert wird. Dem ist offenbar nicht so, und das können wir bei allem Verständnis für erforderliche Maßnahmen nicht kommentarlos hinnehmen.“ Dabei verweist Milletich auf die Vorreiterrolle des Fußballs in Zeiten der Pandemie: „Der Fußball hat bisher alle Maßnahmen der Bundesregierung unterstützt und gewissenhaft umgesetzt, hat alle Botschaften und Appelle an seine Mitglieder weitergetragen. Der Sport hat mit dem Fußball an der Spitze den Nachweis erbracht, dass Hygiene- und Präventionskonzepte erfolgreich erarbeitet und auch konsequent zur Umsetzung gebracht wurden. Sportausübung war und ist kein Treiber der Pandemie.“

Überzeugungsarbeit umsonst

Kein Verständnis für die aktuelle Regelung hat auch VfB-Hohenems-Obmann Harald Achenrainer, „da wir ja im letzten Jahr gesehen haben, dass alles gut funktioniert hat. Für mich ist die 25-Personen-Obergrenze einfach nicht nachvollziehbar“. Der Meister der VN.at-Eliteliga steigt nächsten Montag in die Vorbereitung ein, an Testspiele ist aktuell nicht zu denken. „Was in Wahrheit ein Wahnsinn ist. Wir alle haben in den letzten Monaten viel Überzeugungsarbeit geleistet, damit sich die Fußballer in den Amateurligen impfen lassen, und als Dankeschön kommt es zu so einem Passus. Das ist wie eine Watsche für uns“, lässt der VfB-Chef seinem Unmut freien Lauf. Daran, dass die Obergrenze bis zum Saisonstart halten könnte, will Achenrainer gar nicht denken: „Das ist noch weit weg, da wird hoffentlich noch ein Umdenken stattfinden.“