Der Riesentorlauf bleibt Achillesferse

Sport / 26.01.2022 • 20:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christian Mitter: „Ein Ergebnis, wo einem graue Haare wachsen.“gepa
Christian Mitter: „Ein Ergebnis, wo einem graue Haare wachsen.“gepa

Damen müssen in Peking auf eine
Überraschung hoffen.

Kronplatz Was Österreichs Alpin-Männer bereits bewältigt haben, daran haben die Frauen noch zu knabbern. Der Riesentorlauf bleibt für die besten heimischen Skirennläuferinnen eine Baustelle. „Es ist nach wie vor die Achillesferse in unserem Team, wie es ausschaut“, meinte Frauen-Rennsportleiter Christian Mitter nach einem weiteren ernüchternden Resultat. Katharina Truppe bewältige den schwierigen Hang am Kronplatz teamintern am besten, kam aber nicht über Platz 12 hinaus. Nicht dabei war Ramona Siebenhofer, die im Riesentorlauf-Weltcup auf Platz zehn beste Österreicherin ist.

Seit dem dritten Platz von Katharina Liensberger am 28. Dezember 2019 in Lienz laufen die Österreicherinnen in der Kerndisziplin dem Weltcup-Podium hinterher. Die Göfnerin hatte vor einem Jahr bei der WM in Cortina d‘Ampezzo als Dritte für das bisher letzte rot-weiß-rote Hochgefühl bei einem Riesentorlauf gesorgt. In Südtirol schaffte es die Slalom-Spezialistin nicht über den 23. Platz hinaus. „Das war natürlich nicht das, was ich mir vorgestellt habe“, sagte Liensberger anschließend. „Es war sehr unruhig, man muss gut dagegenstehen und die Ski auf Zug halten. Da habe ich noch was zu tun.“

Die WM als Beispiel

Elisa Mörzinger blieb auf Rang 20 im Bereich ihrer Möglichkeiten. „Der erste Durchgang war super, im zweiten habe ich nicht ganz daran anschließen können. Aber es war schon ein wichtiges Ergebnis, um zu sehen, dass die Richtung stimmt“, meinte die Oberösterreicherin, die nun während der Spiele in Peking im Europacup startenwird. „Ich werde schauen, dass ich die nächsten Schritte mache.“

Außer den drei Genannten kam keine Österreicherin in die Wertung, da Stephanie Brunner im zweiten Durchgang ausschied. „Ich fahre definitiv nicht als Favoritin zu Olympia“, hielt die Tirolerin fest. „Ich weiß aber, ich kann es besser.“ Olympia-Teilnehmerin Katharina Huber, Ricarda Haaser, Franziska Gritsch, Elisabeth Kappaurer und Nina Astner hatten die Qualifikation für das Finale verpasst. „Das ist ein Ergebnis, wo einem schon graue Haare wachsen“, kommentierte Mitter das Abschneiden.

So bleibt vorerst nur die Hoffnung darauf, dass bei dem Großereignis losgelöst vom Weltcup-Stress eine Überraschung gelingt, so wie Liensberger das bei der Cortina-WM vorgezeigt hat.

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