Leichtathleten sind im Bobsport heiß begehrt

Sport / 26.01.2022 • 22:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Loacker wären es die dritten Winterspiele als Schweizer Konditrainer.
Für Loacker wären es die dritten Winterspiele als Schweizer Konditrainer.

Jürgen Loacker fährt mit den Schweizer Skiherren nach Peking.

Koblach Obwohl es in Vorarlberg bis vor wenigen Monaten keine Bobbahn gab, ist die Liste jener Personen lang, die schon einmal mit einem Schlitten im Eiskanal ins Tal gerast sind. Den Beginn machte der Götzner Josef „Jose“ Oberhauser, der 1970 Junioren-Europameister im Zweier wurde, im Jahr darauf WM-Bronze im Zweier holte und 1972 bei den Olympischen Winterspielen in Sapporo Sechster im Vierer und Achter im Zweier wurde.

Anschließend folgten Hans Aberer und Johannes Schüssling (Anm. Ersatzmann bei den Winterspielen 1976), Diskus-Riese Arno Rupp, Zehnkämpfer Gerhard Röser sowie Kugelstoßer Alexander Lang. Zuletzt war es Sophia Arnold, die von 2011 bis 2013 einen Abstecher ins Boblager wagte und als Bremserin bei der Junioren-WM 2012 in Innsbruck-Igls Neunte wurde.

Während alle Genannten als Anschieber tätig waren, war es Jürgen Loacker, der als erster Vorarlberger durch den Eiskanal raste. Der seit Dezember 47-jährige Koblacher war von 1999 bis 2001 als Bremser und anschließend bis 2013 als Pilot unterwegs. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin wurde er 13. im Vierer und 17. im Zweier, vier Jahre später in Vancouver 18. im Zweier. In seinen 14 Saisonen im Bobsport erreichte der ehemalige Landesrekordhalter im Sprint 16 Top-Ten-Plätze im Weltcup, daneben war Rang acht bei der WM 2008 sein international bestes Ergebnis.

Quarantäne verschiebt Abflug

Seit Mai 2013 ist Loacker als Kraft- und Konditionstrainer beim Schweizer Skiverband tätig und erlangte abseits der Piste Bekanntsheitgrad, weil er Beat Feuz, Marco Odermatt und Co. auf der Strecke mit seinem extrem kräftigen Stimm­organ anfeuert. Aktuell befindet sich „Locke“ aber wegen einer Coronainfektion in Quarantäne und musste den für heute geplanten Flug nach Peking verschieben. „Ich habe keine Symptome und bin eigentlich guter Dinge, dass ich spätestens Anfang nächster Woche negativ bin und nach China reisen kann.“ Nach den Teilnahmen 2006 und 2010 als Athlet wären es die dritten Winterspiele (nach 2014 und 2018) als Betreuer. VN-JD

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