Ein schwacher EHC verlor klar

Sport / 27.01.2022 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein schwacher EHC verlor klar
Lucas Haberl war für den Ehrentreffer des EHC zuständig. Dietmar Stiplovsek

1:3-Niederlage gegen Asiago, Feldkirch siegt in Zell nach Penaltyschießen 5:4.

Lustenau, Zell Mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Asiago starteten die Lustenauer in die Master Round der Alps Hockey League. In dieser kämpfen die besten sechs Teams des Grunddurchgangs um vier Fixplätze im Viertelfinale. Beim EHC fehlten gleich sieben Stammkräfte, darunter Dominic Haberl und Dominik Oberscheider, der erkrankte Coach Mike Flanagan wurde von Philipp Winzig vertreten. Von Beginn an bestimmten die italienischen Gäste das Spielgeschehen, verzeichneten bald die ersten Großchancen und gingen in der zehnten Minute folgerichtig in Führung. Nach einem Puckverlust von Robin Wüstner an der Mittellinie wurde Jose Magnabosco nicht konsequent angegangen und netzte ein. Auch nach dem Rückstand fand der EHC nicht ins Spiel und kassierte 34 Sekunden vor Drittelende durch Stefano Giliati das 0:2.
Nach der Pause das gleiche Bild. Der EHC agierte weiter schwach und die Italiener erhöhten in der 25. Minute durch Giordano Finoro auf 3:0. Erst jetzt spielten die Eislöwen das erste Mal in dieser Partie wirklich mit und verzeichneten nur eine Minute später die erste wirkliche Topchance. In der 37. Minute keimte im ersten Heimspiel seit 30. Dezember bei den wenigen Zuschauern nochmals Hoffnung auf. Lucas Haberl verkürzte nach toller Vorarbeit von Philipp Koczera auf 1:3. Nur eine Minute später traf wiederum Lucas Haberl nur den Pfosten.
Im Schlussdrittel erlosch die kurz aufgeflammte Hoffnung auf ein Comeback des EHC aber schnell wieder. Denn die zahmen Eislöwen waren vor dem Tor der Gäste wie schon im ersten Drittel praktisch nicht vorhanden. Es lag einzig am stärksten Lustenauer, Goalie Erik Hanses, dass der EHC zum Auftakt der entscheidenden Meisterschaftsphase nicht noch höher verlor.

Stanley mit Fünf-Punkte-Spiel

Mit einem 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen prolongierte die Bemer VEU ihre Erfolgsserie, fuhr in Zell am See nach einem 1:4-Rückstand Sieg Nummer neun ein. Die Schützlinge von Michael Lampert erwischten einen holprigen Start. In den ersten 15 Minuten war nur Torhüter Alex Caffi halbwegs im Spiel, führte der Hausherr mit 2:0 – Philip Putnik traf in Überzahl von der blauen Linie in Minute drei, Tobias Dinhopel staubte in der 16. zum 2:0 ab. Der Gegentreffer weckte bei Feldkirch kurz die Geister. Marcell Revesz erzielte den 1:2-Anschlusstreffer (17.), auch Chancen auf den Ausgleich waren da. Ähnliches Bild im Mitteldrittel: Feldkirch lief dem Spiel lange hinterher, Zell erhöhte im Powerplay durch Frederik Widen (28.) und Putnik (35.) auf 4:2. Sieben Sekunden vor der Pausensirene hauchte Stanley mit dem 2:4 (40.) der Partie neues Leben ein. Und der VEU-Kapitän war es auch, der seine Kollegen im Schlussdrittel zum Ausgleich führte: Das 3:4 (48.) durch Anton Trastasenkovs bereitete er vor, den 4:4-Ausgleich erzielte er selber. Im Penaltyschießen verwertete Stanley den zweiten Versuch – und verbuchte den fünften Scorerpunkt in diesem Spiel. OP-KO