Neues Jahr, neues Tier, neues Glück

Sport / 01.02.2022 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neues Jahr, neues Tier, neues Glück

In zwei Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele, und während an den Wettkampfstätten noch hektisch letzte Vorbereitungen getroffen werden, sind die meisten der 1,4 Milliarden Menschen im Reich der Mitte – im Urlaub. Am 1. Februar wurde nämlich das chinesische Neujahr (das sich am Mondkalender orientiert) zelebriert, doch die Festivitäten erstrecken sich über eine ganze Woche. Es ist ein Familien-Event, und der Feierstimmung ist besonders in diesen Jahren zuträglich, dass Corona in China immer noch nicht so richtig heimisch geworden ist, sieht man von ein paar Millionenstädten da und dort ab. Was der amerikanische Truthahn zu Thanksgiving ist, sind chinesische Knödel zu diesem Fest, die gefüllt sind mit allerlei Köstlichkeiten, mit Fleisch und Gemüse beispielsweise.

Acht im Zeichen des Tigers

Das chinesische Neujahr ist gleichzeitig auch das Frühlingsfest, rot die dominierende Farbe, sie steht für Glück, Freude und Wohlstand, und mit ihr werden, zusammen mit dem Lärm obligatorischer Feuerwerke, auch böse Geister vertrieben. Und mit dem neuen Jahr kommt auch eine neue animalische Herrschaft. Gibt es in der westlichen Welt die Sternzeichen, so ist es in China der Tierkreis, bestehend aus Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein.

2022 ist das Jahr des Tigers, und dieser steht für Mut und Risikobereitschaft, Optimismus, Abenteuerlust und Durchsetzungsvermögen. Alles Eigenschaften also, die auch Hochleistungssportler auszeichnen.

2010, 1998, 1986, 1974 waren die letzten Tiger-Jahre, ein schneller Blick in die Teilnehmerliste der Olympischen Winterspiele verrät, dass doch einige gefährliche Beutetiere an den Start gehen, Snowboarder Shaun White aus den USA beispielsweise, oder Eisschnellläuferin Ireen Wüst aus den Niederlanden. Doch auch im österreichischen Team stehen einige im Jahr des Tigers Geborene. Madeleine Egle (Kunstbahnrodeln), Laura Wallner (Ski Freestyle), Daniela Ulbing und Pia Zerkhold (beide Snowboard), Sascha Stepan (Bob), Alexander Schlintner (Skeleton), Marco Ladner (Ski Freestyle) und Jan Hörl (Skispringen) wurden alle 1998 geboren.

Doch möge der Tiger mit allen österreichischen Startern sein, und mögen die Spiele nun endlich beginnen!

Egon Theiner (53) arbeitet bei den Winterspielen für das chinesische Organisationskomitee im Bereich Media Operations. Er ist Verleger (www.egoth.at) und Autor.