Zukunft von Dornbirns Frauenteam wieder offen

Sport / 06.02.2022 • 22:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der FC Lauterach reagierte verwundert über die Pläne von Werner Brunold.FAKSIMILE
Der FC Lauterach reagierte verwundert über die Pläne von Werner Brunold.FAKSIMILE

Stellungnahme des FC Lauterach rückt Pläne der FCD-Frauen in ein anderes Licht.

Dornbirn, Lauterach Wie dieVN berichteten, vermeldete die Frauenmannschaft des FC Dornbirn am Donnerstag, ihre Zelte an der Birkenwiese abzubrechen und in Zukunft auf der Bruno-Pezzey-Sportanlage in Lauterach beheimatet zu sein. Dort sollen auch in naher Zukunft die Spiele in der zweithöchsten Frauenliga Österreichs ausgetragen werden. Geschäftsführer Werner Brunold sparte dabei nicht mit Kritik an der Stadt Dornbirn: „Wir haben keine idealen Trainingsmöglichkeiten in Dornbirn. Es ist eine traurige Geschichte. Die Stadt Dornbirn hat keinerlei Strukturen geschaffen. In Dornbirn ist für uns kein Spiel- und Trainingsbetrieb in dieser Form mehr möglich. Mit dem gesamten Team ist nichts mehr durchführbar.“ Anschließend streute Brunold der neuen Heimat Lauterach Blumen: „Wir sind dem FC Lauterach für die Aufnahme sehr dankbar und werden sie nicht enttäuschen. Der FC Lauterach hat uns alle Mittel zur Verfügung gestellt, ganz speziell sind die Topbedingungen im neuen Trainingsgelände.“

Nur bis Ende der Semesterferien

Doch beim FC Lauterach sieht man die Dinge anders. Der Verein veröffentlichte auf seiner Homepage eine Stellungnahme zur Thematik. Mit der Kernaussage, dass es nur eine Abmachung für eine zeitlich begrenzte Nutzung der Sportanlage in Lauterach gibt. Die Damen des FC Dornbirn dürfen vorerst bis zum Ende der Semesterferien in Lauterach trainieren. Grund: Der eigene Nachwuchs beginnt dann wieder seine Übungseinheiten, Zeiträume für weitere Trainingsgäste werden rar. In der Stellungnahme „wird noch einmal darauf verwiesen, dass zu keiner Zeit eine Vereinbarung mit dem Team des FC Dornbirn Damen getroffen wurde und der intemann FC Lauterach vor allem hinsichtlich einer Spielgemeinschaft mit dem U16 Besprechungen geführt hat“.

Kein Alleingang gewünscht

Bei den Vereinsfunktionären in der Hofsteiggemeinde ist der Alleingang von Brunold nicht gut angekommen, wie FC Lauterach-Präsident Norbert Heimpel bestätigt: „Wir waren nicht abgeneigt, mit dem FC Dornbirn in der Zukunft eng zusammenzuarbeiten, speziell im Frauenfußball. Aber der Alleingang von Werner Brunold war nicht sehr förderlich. Es wäre eine Option für Gegenwart und Zukunft gewesen. Es sollte aber ein langsames Kennenlernen und Schnuppern sein. Ein beträchtlicher Teil der Vereinsfunktionäre ist durch diesen Bericht in den Medien nun negativ eingestellt. Vorgesehen waren auch nur ein bis zwei Spiele der Dornbirner Frauen im Frühjahr, das war der Plan. Es geht aber nur miteinander und nicht alleine.“

Am Mittwoch soll in einer Vorstandssitzung eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Da kann dann auch Brunold Stellung nehmen. VN-MKR-TK

„Der Alleingang von Brunold war nicht förderlich. Es geht nur miteinander, nicht alleine“