Im dritten Versuch soll es endlich klappen

Sport / 08.02.2022 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im dritten Versuch soll es endlich klappen

In China will sich Alessandro Hämmerle den Traum von einer Olympia-medaille erfüllen.

Zhangjiakou Bei Olympia hat Seriensieger Alessandro Hämmerle noch eine offene Rechnung zu begleichen. Nach Materialproblemen in Sotschi und Rennpech in Pyeongchang hofft der Snowboardcrosser nun auf das ersehnte Edelmetall, das angesichts seiner Dominanz keine Überraschung wäre. Zwei Chancen hat er. Zunächst im Einzel am Donnerstag (7 Uhr MEZ) und wohl im Mixed am Samstag (3 Uhr).

Olympia ist nicht das Leben

„Das Umfeld rundherum ist hoch motiviert, jeder dreht ein bisschen durch Richtung Olympia“, sagte Hämmerle vor der Abreise nach China und entschied sich für Understatement. „Es ist mein drittes Mal, zweimal hat es nicht geklappt, aber das Leben ging trotzdem weiter.“ Er sehe es mit Olympia jetzt nicht mehr so eng, so der in der Schweiz aufgewachsene Montafoner. Wichtiger sei ihm, wie das engere Umfeld über ihn urteile. „Das wird sich durch Olympia aber nicht ändern, da geht es um andere Werte, die im Leben mehr zählen als mein sportlicher Erfolg.“ Je näher die olympische Konfrontation aber kommt, desto mehr spricht „Izzy“ vom „unheimlichen Druck“, den er sich auch selbst mache. Vielversprechende Trainings hatten beruhigende Wirkung auf den großgewachsenen, 28-jährigen Mann, „und erleichtern die mentale Aufgabe, wenn man weiß, man ist bereit und man ist schnell“, sagte der Boardercross-Gesamtsieger der vergangenen drei Saisonen.

Die richtige Wahl ist wichtig

Zudem weiß er, wie man im Secret Garden zu Zhangjiakou gewinnt, obwohl der stumpfe, aggressive Schnee seinem Fahrstil nicht zugutekommt. „Der Mittelteil ist eine starke Windschattenpartie. Entweder du wirst eingeholt oder du musst hoffen, dass du vorbeikommst. Durch die langen Geraden kann man recht viel machen, aber es ist gefährlich. Dann ist der Traum sofort vorbei.“ Er habe jedenfalls noch einiges im „Köcher“, gibt er sich selbstsicher, nachdem die Organisatoren die Strecke noch etwas entschärft haben.

In seinem Sport könne man sich noch so gut vorbereiten, ein Restrisiko bleibe. „In Pyeongchang wurde ich auf dem Weg ins Finale einfach rausgetackelt. Entweder man gehört zu den Glücklichen, die durchkommen, oder eben nicht.“