Jetzt geht es um die Zukunft der VN.at-Eliteliga

Sport / 08.02.2022 • 08:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Jetzt geht es um die Zukunft der VN.at-Eliteliga
Es war der herbstliche Höhepunkt einer spannungsgeladenen Saison in der VN.at-Eliteliga, das Duell zwischen Hohenems und der Admira. Sams

Am Dienstag kommt es in Innsbruck zu einem Treffen der Fußball-Landespräsidenten aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Dabei soll ausgelotet werden, wie das Regionalliga-West-Format ab der Saison 2023/24 aussehen soll.

Schwarzach Auf Präsidentenebene wird am Dienstag in Innsbruck die Zukunft der Regionalliga West beraten. Mit an Bord sind auch die Geschäftsführer der Landesverbände Vorarlberg, Salzburg und Tirol. Die Ausgangsposition vor dem Treffen könnte unterschiedlicher nicht sein. Nicht zuletzt deshalb erwartet VFV-Chef Dr. Horst Lumper eine kontroverse Diskussion. Gilt es doch zu klären, in welcher Konstellation die Liga in die Saison 2023/24 startet. „Unsere Vereine wollen allesamt einen Fortbestand der VN.at-Eliteliga“, sagt Lumper.

Der Bregenzer sieht es als Auftrag, die Zufriedenheit der heimischen Klubs mit der Eliteliga und der Frühjahrs-Westliga für die Ermittlung des Aufsteigers in die Admiral 2. Liga mit in die Gesprächsrunde zu nehmen. Zugleich weiß er, dass auch im Tirol die Klubs mehrheitlich für die Beibehaltung des bestehenden Ligaformats sind. „Was Salzburg betrifft, so kann ich das schwer abschätzen.“

Alternativvorschlag möglich

Bestätigt wird Lumpers Annahme von TFV-Präsident Josef Geisler. „Nur wenige Klubs sind unzufrieden. Wichtig wäre einfach, eine Saison im jetzigen Format einmal zu Ende zu spielen. Erst danach sollten wir die Schlüsse daraus ziehen.“ Für Geisler ist es deshalb wichtig, dass nur mehr einvernehmliche Lösungen möglich sind. „Es kann ja nicht sein, dass zwei Verbände dafür und einer dagegen stimmen.“ Aus dem Tirol ist zudem zu hören, dass man einen Alternativ-vorschlag vorstellen möchte.
Dieser Entwurf soll von TFV-Vize Adi Stastny und Tirols Regionalliga-Obmann Alfred Ropic in Zusammenarbeit mit den Vereinen ausgearbeitet worden sein. Um Zeit für die Umsetzung zu gewinnen wird es seitens des Tiroler Verbandes heute ein positives Voting für die Fortsetzung des derzeitigen Formats geben.
Bis zum 30. Juni 2022 jedenfalls müssen die Klubs der drei Bundesländer wissen, wie es weitergeht. Ansonsten kehrt die Regionalliga West zurück. Wobei es auch diesbezüglich eine Einigung bezüglich der teilnehmenden Mannschaften geben muss. Bislang wurde mit 16 Klubs gespielt. Gibt es keine Einigung über die Aufteilung der Teams, würde die erste Saison (2023/24) 15 Klubs umfassen und erst danach, mittels Auf- und Abstieg, wieder auf die ursprüngliche Anzahl erhöht werden.

„Die Stimmung unserer Vereine ist einstimmig positiv für die Beibehaltung der Eliteliga.“

Horst Lumper vor dem Treffer der Landespräsidenten

Salzburg sucht neue Lösung

Gänzlich anders ist die Stimmungslage in Salzburg, wo angeblich ein Großteil der Vereine das alte Regionalligaformat herbeisehnt. „Die derzeitige Situation empfinden die Klubs nicht als ideal“, sagt Präsident Herbert Hübel. Deshalb müsse man gemeinsam nach einer neuen Lösung suchen. Ein Problem im Salzburger Verband ist die Tatsache, dass die Eliteliga bereits im Herbst zu Ende gespielt wurde und die Aufstiegs-Vereine auf den 9. April bis zum Anpfiff der Regionalliga warten müssen.

Lumper folgt dem Ruf der UEFA

Bei der WM-Endrunde 2010 in Südafrika war Horst Lumper für den Weltverband FIFA in der Disziplinarkommission im Einsatz. Nun folgt der 60-jährige Vorarlberger dem Ruf des europäischen Verbandes UEFA. Als Disziplinar-Inspektor wird er sich hinkünftig u. a. mit Verfahren nach Spielabbrüchen beschäftigen, aber auch bei Streitigkeiten im Transferwesen zum Handkuss kommen. „Eine spannende Aufgabe und Ehre“, freut sich Lumper über die große Wertschätzung. VN-cha-tk