Operation erfolgt, Heimreise geplant

Sport / 08.02.2022 • 21:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Yannick Müller mit dem Team des Peking University Third Hospital nach der Operation.ÖOC
Yannick Müller mit dem Team des Peking University Third Hospital nach der Operation.ÖOC

Rodel-Pechvogel Yannick Müller soll am Samstag mit ÖRV-Equipe aus Peking zurückkehren.

Peking Die Operation von Olympia-Pechvogel Yannick Müller nach seinem Horrorcrash bei den Winterspielen in China war zunächst in Innsbruck geplant. Wegen der möglichen Infektionsgefahr beim Rücktransport wurde kurzfristig entschieden, den medizinischen Eingriff bereits wenige Stunden nach seinem Horrorcrash im Peking University Third Hospital (PUTH) vorzunehmen. „Die Operation verlief gut, da sind jetzt drei Platten im Arm“, erklärte der 22-jährige Bludenzer in einer Videobotschaft. „Ich werde das Team bei den kommenden Bewerben vom Krankenbett aus unterstützen und auf jeden Fall voll mitfiebern.“

Drei Stunden operiert

Der schwerwiegende Crash ereignete sich in der vierten Trainingsfahrt der Dopplsitzer. Pilot Müller erwischte in der 15. und letzten Kurve den Lenkpunkt nicht optimal, der Schlitten wurde bei rund 120 km/h an die obere Abgrenzung gedrückt, kippte um und beide Sportler rutschten ohne ihren Untersatz über die Ziellinie. Während Untermann Armin Frauscher mit Prellungen und blauen Flecken davonkam, zog sich Müller beim Kontakt mit der Bahnbegrenzung einen Bruch des linken Unterarmes zu. „Im Gegensatz zur ersten Rettungskette unmittelbar nach dem Zwischenfall im Eiskanal ist die weitere Versorgung eigentlich gut verlaufen“, so ÖRV-Teamarzt StefanNeuhüttler.

Nach der detaillierten Absprache in den Abendstunden erfolgte der Eingriff nach Mitternacht. „Wegen der Schwellung und der offenen Frakturen war der sofortige medizinischen Eingriff unvermeidlich“, erklärt der Tiroler Facharzt für Orthopädie und Traumatologie. „Wegen der Coronabestimmungen war ich während des knapp dreistündigen Eingriffes zwar nicht im OP-Saal, war aber ständig vor Ort.“ Dem Patienten geht es laut Neuhüttler den Umständen entsprechend gut. „Auch die Narkose und Schmerztheraphie sind gut gemacht und er ist bestmöglich versorgt. Yannick muss zur Überwachung und Kontrolle der Weichteile aber noch 48 Stunden im Spital bleiben.“

Präsident Stoss zu Besuch

Abgesehen vom Teamarzt Neuhüttler durfte bislang Präsident Karl Stoss als einziges ÖOC-Teammitglied den Olympia-Pechvogel im Krankenkaus besuchen und konnte sich auch mit einem Dolmetscher mit dem behandelnden Arzt austauschen. „Wenn alles optimal läuft, ist geplant, dass Yannick so schnell wie möglich mit einem Gips wieder zur Mannschaft ins olympische Dorf zurückkehrt. Dann könnte er auch gemeinsam mit seinen Teamkollegen den am Samstag geplanten Heimflug antreten“, wurde der Chef der rot-weiß-roten Peking-Delegation in einer Aussendung zitiert. VN-JD

„Wenn alles optimal verläuft, kann Yannick am Samstag mit dem Team zurückfliegen.“

Yannick Müller wird einige Zeit einen Gips tragen müssen.ÖRV
Yannick Müller wird einige Zeit einen Gips tragen müssen.ÖRV