Die Wälder legten vor

Sport / 09.02.2022 • 23:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wälder legten vor
Bregenzerwald-Stürmer Adem Kandemir sieht sich im Derby einer EHC-Übermacht mit Stefan Hrdina, Max Wilfan und Erik Hanses gegenüber. Hartinger

2:1-Erfolg gegen den EHC Lustenau im ersten Spiel um den österreichischen Meistertitel.

Dornbirn Im Hinspiel um den österreichischen Meistertitel in der Alps Hockey League hatte der EC Bregenzerwald, bei dem für die verletzten Julius Nyqvist und Roberts Lipsbergs einige Bulldogs-Kooperationsspieler – darunter Simeon Schwinger, Sam Antonitsch und Philipp Pöschmann – in die Bresche sprangen, gegen den EHC Lustenau mit 2:1 das bessere Ende für sich.

Lustenau traf früh

Beide Teams gingen von Beginn an ein hohes Tempo, wobei die Wälder die ersten Duftmarken in der rassigen und interessanten Partie setzten. Bereits nach 59 Sekunden schossen Waltteri Lehtonen sowie zwei Zeigerumdrehungen später Philipp Pöschmann Lustenau-Keeper Erik Hanses warm. Aber auch die Chancen der Gäste, ohne die Stammkräfte Chris D´Alvise, Dominic Haberl und David Slivnik, ließen nicht lange auf sich warten: Kevin Puschnik (5.) und Elias Wallenta (6.) vergaben jedoch. Besser machte es dann David König, der dem Puck nach einem Getümmel vor dem Wälder Tor die entscheidende Richtungsänderung zum 0:1 (7.) gab. Nun waren wieder die Gastgeber am Drücker. Im Anschluss an das fruchtlose erste Überzahlspiel für die Tiger ließ Marlon Tschofen nach einem herrlich vorgetragenen Angriff den Pfosten klingeln (13.) und scheiterte wenige Augenblicke danach am Goalie. Auch Richard Schlögl (16.) und Lehtonen (20.) fanden in Hanses ihren Meister. Auf der Gegenseite hatte Max Wilfan das 2:0 auf der Schaufel (19.).
Nach dem ersten Pausentee bekamen auch die Sticker ihr erstes Powerplay zugesprochen. Während ECB-Keeper Felix Beck in dieser Phase gegen Remy Giftopoulos (26.) und Wallenta (27.) zwei tolle Reflexe auspackte, war sein Gegenüber Hanses beim Ausgleichstreffer durch Moritz Matzka (28.) ebenso machtlos wie beim 2:1 (36.) durch Simeon Schwinger, der einen Alleingang souverän abschloss. Weil die Cracks von Mike Flanagan davor und danach Großchancen durch Giftopoulos (33.), Puschnik (37.) und Lucas Haberl (39./40.) versemmelten, hatten die Fans aus beiden Lagern bis zum Ende des zweiten Drittels keinen Grund mehr zum Jubeln.

Mit offenem Visier

Im Schlussabschnitt begegneten sich die Kontrahenten mit offenem Visier. Beide Schlussmänner konnten sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen, standen sie doch unter Dauerbeschuss. Hüben verjuxten allerdings Schwinger (44.), Antonitsch (46.) und Jannik Fröwis (55.) beste Möglichkeiten, drüben standen ihnen Dominik Oberscheider (48.), Wallenta (51.) und Philipp Koczera (58.) um nichts nach. So blieb es beim nicht unverdienten 2:1-Hinspiel-Erfolg für den EC Bregenzerwald. SIHA