„Das Ziel ist der Meistertitel“

Sport / 11.02.2022 • 22:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der SC Hohenems geht mit viel Selbstvertrauen in das Play-off der dritten Liga, hat man ja die letzten 19 Spiele im Grunddurchgang alle gewinnen können.HSC
Der SC Hohenems geht mit viel Selbstvertrauen in das Play-off der dritten Liga, hat man ja die letzten 19 Spiele im Grunddurchgang alle gewinnen können.HSC

Hohenems startet in Gmunden in das Play-off der dritten Eishockeyliga.

Hohenems Der Hohenemser Schlittschuhklub startet heute (18.15 Uhr) in Gmunden in das erste Play-off-Spiel der dritthöchsten österreichischen Eishockeyliga. Ein Novum für die Grafenstädter, wird es doch heuer erstmals so gehandhabt, dass man den Meister aus ganz Österreich ermittelt. „Ich finde es großartig, dass wir die Chance haben, uns wirklich mit den besten Teams der 3. Liga aus ganz Österreich messen können. Da hätte ein Meistertitel, der unser erklärtes Ziel ist, einen ungleich höheren Stellenwert für uns“, erklärt Bernd Schmidle, Headcoach des SC Hohenems.

Die Vorfreude auf das erste von zwei Spielen in dieser Phase ist riesig, wird auch nicht vom aktuellen Coronacluster innerhalb seiner Mannschaft getrübt. Derzeit stehen Schmidle nur zwei Linien zur Verfügung. Man hofft, dass sich zumindest noch bis zu vier Cracks „heraustesten“ können, um in Gmunden mit von der Partie zu sein. Schmidle: „Die Lage ist etwas prekär, wobei ich den beiden zur Verfügung stehenden Linien vollstes Vertrauen schenke und überzeugt bin, dass wir die Hürde Gmunden nehmen werden.“

Eine Herausforderung

Dass man über den Gegner nicht viel in Erfahrung bringen konnte, sollte kein Stolperstein sein, reisen die Steinböcke doch mit einer imposanten Serie von 19 Siegen nach Oberösterreich. „Wir haben viele routinierte Cracks in unseren Reihen und hervorragende Torleute – ich sehe uns schon als Favoriten. Wobei es sicher eine Herausforderung wird, weil ich keinen einzigen Spieler der Gmundner kenne“, erklärt der ehemalige Eishockey-Profi der VEU Feldkirch oder des EC Bregenzerwald. Zu Mitfavoriten um den Meistertitel zählt Schmidle die beiden Klubs aus der Steiermark, den Kapfenberger SV und Zeltweg. „Weil dort ebenfalls ehemalige Bundesligaspieler am Werk sind.“ Auf die könnte man dann in einem Viertel- oder Halbfinale treffen.

Wobei der Modus bis ins Finale noch nicht in Stein gemeißelt ist. Ermittelt man nun im Achtelfinale den Aufsteiger in einem Hin- und Rückspiel, wollen Vorarlbergs und Tirols Vertreter unbedingt ab dem Viertelfinale eine Best-of-three-Serie spielen. Die Klubs aus Kärnten oder der Steiermark legen sich noch etwas quer, wollen nicht so oft die Reise ins Ländle antreten. „Es wird noch diskutiert, wie der Modus weitergeht. Wir haben einmal angeboten, bereit zu sein, zuerst auswärts in die Serie zu starten und dann bei etwaigen Spielgleichstand nochmal die Reise zu machen“, so der Trainer des HSC.

Kein Aufstieg

Sollte es für den zum Ziel gesetzten Meistertitel reichen, wird Spekulationen um einen Aufstieg ein Riegel vorgeschoben: „Die zweite Liga geht sich finanziell nicht aus für uns. Zudem spielen bei uns viele Spieler, die diese Art der Karriere schon hinter sich haben. Die haben jetzt Familie und wollen nicht mehr großartig in Österreich herumreisen“, begründet Schmidle, der hinzufügt, „dass unter dieser Einstellung die Leistung bei uns in der Mannschaft keinesfalls leidet. Im Gegenteil: Die Jungs sind immer noch so ehrgeizig, dass sie jedes Spiel gewinnen wollen.“ VN-MKR

„Ich vertraue meinen Linien und bin überzeugt, die erste Hürde Gmunden zu nehmen.“