Ex-Altach-Stürmer Adrian Grbic über den fehlenden Klickmoment

Sport / 16.02.2022 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ex-Altach-Stürmer Adrian Grbic über den fehlenden Klickmoment
Adrian Grbic vor dem Wappentier von Vitesse Arnheim, einem Adler. gepa

Auf der Suche nach Spielpraxis ist Österreichs Nationalstürmer dem Ruf von Arnheim gefolgt.

Arnheim Sein erstes Ziel hat der 25-jährige Ex-Altach-Stürmer erreicht, er zählt beim niederländischen Erstligisten zum Stamm. Tore ließen in sechs Pflichtspielen allerdings noch auf sich warten. Ausgerechnet im Duell mit seinem Jugendclub Rapid (Donnerstag, 18.45 Uhr) in der Heimat Wien hofft der Stürmer im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa-Conference-League auf den „Klickmoment“. „Der Stürmer lebt von Toren, deshalb ist es ganz wichtig, welche zu schießen. Noch fehlt der Klickmoment, ich mache mir aber nicht den ganz großen Druck, weil ich weiß, was meine Stärken vor dem Tor sind und dass, wenn die Spielzeit weiter so aufrecht bleibt, ich auch wieder meine Tore machen werde“, sagte Grbic. Nach schwierigen eineinhalb Jahren bei seinem Stammclub Lorient, der ihn bis Sommer nur verliehen hat, hat er die „Jokerrolle“ abgelegt und den Match-Rhythmus wieder gefunden. „Ich wollte weggehen, um mehr Spielzeiten zu bekommen. Für mich kann ich daher sagen, dass es der richtige Schritt war“, sagte Grbic. Coach Thomas Letsch schenkt ihm das nötige Vertrauen. „Wenn du weißt, der Trainer zählt auf dich, kannst du ruhiger drauflosspielen. Und dass er Deutsch spricht, macht vieles einfacher“, erläuterte Grbic.

„Wenn du weißt, der Trainer zählt auf dich, kannst du ruhiger drauflosspielen.“

Adrian Grbic über seinen Wechsel nach Arnheim


Vitesse ist aktuell damit beschäftigt einen Weg aus der Krise zu finden. „Wir bekommen zu viele leichte Gegentore. Das müssen wir abstellen“, ist sich Grbic bewusst. Auf der anderen Seite des Feldes ist er gefordert. Denn: „Ohne Tore kannst du keine Spiele gewinnen.“


Auftritte in Wien sind für einen Wiener immer ein Highlight, noch dazu wenn man zwischen 2004 und 2012 einen Großteil seiner Ausbildung bei Rapid genossen hat und viele Freunde Rapid-Fans sind. Mit aktuellen Rapid-Profis hat Grbic nicht zusammengespielt, Verbindungen gibt es zu Yusuf Demir, der von der gleichen Beraterfirma vertreten wird, oder Maximilian Hofmann. „Die Motivation ist extra hoch, es wird sicher ein geiles Erlebnis, ich werde es genießen.“

Nationalteam im Hinterkopf

Mit einem guten Auftritt will er sich auch bei ÖFB-Teamchef Franco Foda in Erinnerung rufen, mit dem es seit Mai 2021 keinen Kontakt gegeben hat. Eine Folge der wenigen Spielminuten bei Lorient, jenem Klub, bei dem Grbic bis 2025 unter Vertrag steht. „Für mich ist das Kapitel Lorient nicht abgeschrieben. Im Sommer kann schon wieder alles ganz anders ausschauen“, so Grbic.

Nicht nur für ihn kommt es zu einer Rückkehr. Letsch hat lange Jahre bei Salzburg und 2018/19 auch mehr als ein Jahr als Austria-Coach gearbeitet. Zudem war Stürmer Nikolai Baden Frederiksen 2020/21 im WSG-Tirol-Dress (18 Tore) eine der herausragenden Liga-Figuren.