ÖFB blitzt bei Wanner ab

Sport / 17.02.2022 • 23:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Paul Wanner bei seinem ersten Einsatz für den FC Bayern im Alter von 16 Jahren und 15 Tagen.afp
Paul Wanner bei seinem ersten Einsatz für den FC Bayern im Alter von 16 Jahren und 15 Tagen.afp

Deutschland will das Supertalent des FC Bayern nicht für Österreich spielen lassen.

Wien DFB-Direktor Oliver Bierhoff geht fest davon aus, dass Toptalent Paul Wanner auch weiterhin für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufläuft. „Auf jeden Fall“, sagte Bierhoff bei Sky. Der 16-jährige Doppelstaatsbürger – Deutsch-Österreich – sei „ein Ausnahmetalent, ein Ausnahmespieler, der sicherlich auch davon träumt, große Titel zu gewinnen. Und ohne den Österreichern zu nahe zu treten, aber die Chance ist bei der deutschen Nationalmannschaft schon größer.“

Bayern Münchens Paul Wanner soll trotz Avancen aus Österreich künftig für Deutschland auf Titeljagd gehen. Wie DFB-Direktor Oliver Bierhoff im Sky-Interview berichtete, gehe er davon aus, dass der 16-jährige Doppelstaatsbürger für deutsche Fußball-Auswahlen aufläuft.

Geboren in Dornbirn

Wanner ist Sohn einer Österreicherin und eines Deutschen, er wurde in Dornbirn geboren, wuchs aber in Baden-Württemberg auf. Der Mittelfeldspieler spielt derzeit für das deutsche U-17-Nationalteam. Wanner gab zu Jahresbeginn sein Debüt bei den Bayern. Nach seiner späten Einwechslung wurde er mit 16 Jahren und 15 Tagen zum jüngsten Bundesligaspieler in der Historie des Rekordmeisters.

Wie Bierhoff verriet, habe er mit ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel telefoniert. Dieser habe eine Kontaktaufnahme zu Wanner bestätigt. „Er war so fair und sauber, dass er gesagt hat: Schau, er hat halt österreichische Wurzeln“, meinte Bierhoff über das Telefonat mit Schöttel. Bei Wanner sei er aber guter Dinge. „Er hat schon für Deutschland gespielt, das ist ein wichtiger Schritt.“

Nach Medienberichten könnten sich Schöttel und Österreichs Nationaltrainer Franco Foda vorstellen, Wanner schon bald für die A-Nationalmannschaft zu nominieren. Dies werde Hansi Flick beim DFB-Team nicht tun, betonte Bierhoff. Man werde „Schritt für Schritt“ mit Wanner gehen, ihm jetzt aber „auch ein bisschen Ruhe geben“, denn: „Es ist sehr viel auf den Jungen eingeprasselt.“

„Die Chance, einen Titel zu gewinnen, ist mit Deutschland größer.“