Poulin führte Kanada zum dritten Mal zu Gold

Sport / 17.02.2022 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Marie-Philip Poulin erzielte den entscheidenden Treffer für Kanada.reuters
Marie-Philip Poulin erzielte den entscheidenden Treffer für Kanada.reuters

3:2-Erfolg im Eishockeyfinale der Damen gegen die USA.

Peking Mit Kanada-Fahne und Goldmedaille lief Marie-Philip Poulin ganz alleine über das Eis, posierte dann mit ihren Teamkolleginnen jubelnd für ein Sieger-Selfie. „Es bedeutet mir alles, diese Gruppe anzuführen“, sagte die Kapitänin von Kanadas Eishockey-Team. Mit zwei Toren und einer Vorlage war die 30-Jährige beim 3:2-Sieg im Finale gegen die USA die entscheidende Spielerin – und baute nebenbei ihre beeindruckende Final-Serie aus.

Wie schon 2010 und 2014 erzielte Poulin im Endspiel das entscheidende Tor. „Es muss einen Engel da oben geben“, sagte sie, nachdem sie in Peking ihre Final-Treffer sechs und sieben erzielt hatte. Mindestens ein Tor in vier olympischen Finals, das war zuvor noch niemandem gelungen. „Dieses Team macht es mir leicht“, schwärmte Poulin. „Gemeinsam diesen Erfolg feiern zu können, ist gigantisch.“

„2018 war hart“

Nach dem verlorenen Finale von Pyeongchang war Kanadas insgesamt fünftes Eishockey-Gold für Poulin und ihre Teamkolleginnen eine besondere Genugtuung. „2018 war sehr hart. Heute haben wir das abgehakt und Gold gewonnen“, sagte die Fahnenträgerin. „Das fühlt sich sehr gut an.“ Bei drei Olympiasiegen und sieben Final-Toren soll für sie aber noch nicht Schluss sein. „Hoffentlich“, sagte Poulin grinsend auf die Frage nach einer Teilnahme an Olympia 2026.

Seit Frauen-Eishockey 1998 olympisch wurde, stand Kanada immer im Endspiel, die USA waren nur 2006 nicht dabei. Bronze hatte sich Finnland durch ein 4:0 gegen die Schweiz gesichert.