Mehr Klassiker geht nicht

Sport / 18.02.2022 • 20:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Bregenz trifft zuhause vor vollem Haus auf Fivers Margareten.

Bregenz Die Fans sind zurück. Rechtzeitig zum Ligakracher zwischen Handball Bregenz und den Fivers Margareten darf die Handball Arena Rieden wieder vollgemacht werden (3G-Regel, mit FFP2-Schutzmaske und zugewiesenem Platz). Dazu hat Corona weder dem österreichischen Rekordmeister noch dem langjährigen Rivalen aus der Bundeshauptstadt einen Strich durch die Rechnung gemacht, die Partie zwischen dem Tabellenzweiten und -vierten wird über die Bühne gehen können. Der Gedanke an ein volles Haus und zwei absolute Topteams der laufenden HLA-Saison als Kontrahenten zaubert nicht nur jedem Vorarlberger Handball-Connaisseur ein Lächeln ins Gesicht, sondern auch Bregenz-Headcoach Markus Burger: „Nicht in einer vollen Halle spielen zu dürfen, war schon hart. Deswegen ist die Vorfreude sehr groß. Das ist es ja, was unseren Sport ausmacht. Vielen Fans zeigen zu können, was man draufhat.“

Nach den zwei Auftaktsiegen im Jahr 2022 der Heimischen in Cup und Liga hofft man nun auf den nächsten Schritt in der Entwicklung des Teams. Doch Burger weiß um die Gefährlichkeit der Wiener, nicht nur aufgrund der großen Rivalität, sieht das Match als ersten richtigen Gradmesser des laufenden Kalenderjahres. „Es ist wichtig für uns zu sehen, wo wir wirklich stehen. Dafür sind die Fivers jetzt der richtige Prüfstein. Das ist ein Team, das man nie auf die leichte Schulter nehmen kann“, so der 57-Jährige, der dem Gegner gleichzeitig Rosen streut: „Hut ab, wie sich die Fivers immer wieder nach vielen prominenten Abgängen neu erfinden.“

Schnelle Beine, schneller Kopf

Um die zwei Punkte im Ländle zu halten und gleichzeitig die Tabellenführung zu erklimmen, braucht es laut Trainer neben schnellen Beinen auch einen ebenso schnellen Kopf: „Die Fivers leben von ihrer Schnelligkeit und dem hohen Tempo, machen bei jedem Fehler sofort Druck. Da heißt es volle Konzentration für jeden Spieler von uns.“ Zudem will man den Spielrhythmus der Wiener brechen und sie so in ein Formationsspiel zwingen: „Dann wird unsere Deckung gefragt sein“, so der Trainer.

Faktor Fans

Doch die Bregenzer gehen keineswegs als Außenseiter in die Partie, zu stark präsentierte man sich bis dato im Lauf der Saison. Dabei hofft Burger, dass seine Burschen, „eine volle Halle schneller und besser annehmen als der Gegner und in positive Energie umwandeln. Denn an das Publikum müssen wir uns alle wieder gewöhnen. Und umgekehrt. Doch ich bin überzeugt, dass unsere Fans genau wissen, wann die Jungs auf der Platte Unterstützung brauchen. Das kann gegen die Fivers ein wichtiger Faktor sein.“ Einem Handballfest steht als nichts mehr im Wege.

„Nicht in einer vollen Halle spielen zu dürfen, war hart. Dafür ist die Vorfreude umso größer.“

Handball

HLA-Meisterliga der Männer 2021/22

Grunddurchgang

Bregenz Handball – HC Fivers WAT Margareten heute

Handball Arena Bregenz, 19 Uhr, SR Hurich/Bolic. (HR. 32:35)

SC Ferlach – UHK Krems  heute

Ballsporthalle Ferlach, 19 Uhr, SR Gradinic/Seidler

JAGS Vöslau – HSG Graz  abgesagt/Termin offen

Schwaz Handball Tirol – HC Linz AG  abgesagt/Termin offen

Handball Westwien – Alpla HC Hard  verschoben

Neuer Termin ist Dienstag, 22. Februar, 20 Uhr, SR Gehart/Stangl

Nächste Spiele der Ländle-Klubs

Alpla HC Hard – SC Ferlach, 26. 2., 19.30 Uhr (HR: 25:25), HSG Graz – Bregenz Handball, 26. 2., 19 Uhr (HR: 27:36)

Tabelle  

1. Alpla HC Hard (M) 15  11  3  1  444:364  +80 25

2. Bregenz Handball 16  11  2  3  502:424  +78  24

3. UHK Krems 16  11  2  3  492:446  +46 24

4. HC Fivers WAT Margareten 16  11  1  4  513:469  +44  23

5. SG Handball Westwien 16  10  3  3  459:429  +30  23

6. Schwaz Handball Tirol 15  8  2  5  412:387  +25 18

7. HC Linz 16  8  0  8  470:454  +16 16

8. HSG Graz 15  6  1  8  448:488  -40 13

9. Bruck/Trofaiach Füchse (A) 16 4  1  11  413:449  -36 9

10. Vöslauer HC (A) 16  1  3  12  414:509  -95 5

11. SC Ferlach 15  1  2  12  377:444  -67 4

12. HSG Bärnbach/Köflach 16  2  0  14  391:472  -81 4

Erklärung: Top-8-Teams qualifizierten sich für die Viertelfinalserie (Best of three).