Mit dem letzten Aufgebot nach Amstetten

Sport / 18.02.2022 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum Debüt beim FC Dornbirn fehlen Coach Muhammet Akagündüz gleich elf Kicker.har
Zum Debüt beim FC Dornbirn fehlen Coach Muhammet Akagündüz gleich elf Kicker.har

Dem FC Dornbirn fehlen beim Saisonauftakt elf Spieler.

Dornbirn Eigentlich wollte der Tabellenvierzehnte FC Dornbirn zum Frühjahrsstart beim Vierten SKU Amstetten nicht spielen. Elf Kicker fehlen aufgrund von Covidifektionen. Der Antrag auf eine Spielverschiebung wurde aber von Seite der österreichischen Bundesliga abgelehnt. Somit fehlt Trainer-Debütant Muhammet Akagündüz ein gesamtes Team. Mit nur vierzehn Kaderspielern und zwei Tormänner machten sich die stark ersatzgeschwächten Rothosen gestern Mittag mit dem Bus auf den Weg nach Amstetten. „Wir können nicht einmal das volle Austauschkontingent ausschöpfen. Es ist wirklich grenzwertig, mit so wenig Spielern antreten zu müssen. Es ist ganz klar eine Wettbewerbsverzerrung und in unserer Lage doppelt schlecht. Wir können aber nichts ändern und wollen trotz der großen Schwierigkeiten drei Punkte holen“, sagt der ehemalige ÖFB-Nationalspieler. Sein Debüt auf der Trainerbank der Rothosen hat sich Akagündüz natürlich komplett anders vorgestellt.

Not am Mann

Aus diesen Gründen setzte man kurzerhand den erst 16-jährigen Lorenz Leopold mit in den Bus nach Niederösterreich. Gut möglich, dass der Youngster gleich sein Debüt im Erwachsenenfußball gibt, er könnte sogar von Beginn an im defensiven Mittelfeld auflaufen.

Mit all den Begleiterscheinungen steht der Auftakt in das Frühjahr dementsprechend unter keinem guten Stern. Zumal die Auswärtsstatistik der Rothosen auch zu Wünschen übrig lässt. Erst ein Sieg und ein Remis bei sechs Niederlagen stehen zu Buche. Dazu fehlt mit Franco Joppi und Christoph Domig das zentrale Mittelfeld. Immerhin kann Akagündüz auf vier von fünf Neuzugängen zurückgreifen. Noah Awassi, Cetin Berk, Patrik Mijic und Amir Abdijanovic sollen für Akzente im Dornbirner-Spiel sorgen, Spielgestalter Mario Stefel fehlt hingegen aus Coronagründen.

Dennoch verliert man im Lager des FCD nicht den Optimismus, will den Trend, den man am Ende der Herbstsaison mit dem Sieg über Wacker Innsbruck und dem Remis gegen BW Linz einleitete, nun fortsetzen. Dazu soll die 0:6-Heimpleite gegen Amstetten auch Motivation für eine Revanche sein. VN-TK

„Es ist wirklich grenzwertig, mit so wenig Spielern antreten zu müssen.“