Alpin-Teambewerb nun für Sonntag neu angesetzt

Sport / 19.02.2022 • 09:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alpin-Teambewerb nun für Sonntag neu angesetzt
Der Wind war zu heftig, das Rennen musste verschoben werden. ap

Heftige Winböen sorgten fürVerschiebung des letzten alpinen Skibewerb.

Peking Der am Samstag wegen heftiger Windböen abgesagte Mixed-Teambewerb der alpinen Skirennläufer bei den Olympischen Spielen in Yanqing/Peking ist für Sonntag 02.00 Uhr MEZ neu angesetzt worden. Das entschieden Internationales Olympisches Komitee, Internationaler Skiverband, Organisationskomitee und die weiteren beteiligten Stakeholder nach knapp einstündiger Diskussion. Für einige Teams bedeutet das eine logistische Herausforderung, müssen doch u.a. Flüge umgebucht werden.

Die Absage nach zweimaliger Verschiebung um je eine Stunde am Samstag stand außer Diskussion. “Es ist zu böig, es biegt dir die Stangen in der Fahrtrichtung entgegen, da wird es schwierig und gefährlich”, sagte Christian Mitter, der als Teamchef der österreichischen Mannschaft um Katharina Liensberger, Katharina Truppe, Katharina Huber, Johannes Strolz, Stefan Brennsteiner und Michael Matt fungiert.

Er sprach sich von Beginn an für eine Neuansetzung am Sonntag aus. “Wegen einer logistischen Sache ein Olympiarennen absagen, dafür hätte ich kein Verständnis”, sagte Mitter zur APA – Austria Presse Agentur. Österreich hat keinen logistischen Aufwand, der Charterflug des ÖOC geht erst am Montag. Doch sollen etwa die Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski und dem DSV ihre Rückflüge in die Schweiz für Sonntag gebucht haben.

Abwarten

Ob das Rennen, es wäre nach je fünf Einzelentscheidungen die elfte Medaillenvergabe im alpinen Skirennsport, tatsächlich stattfinden wird können, bleibt abzuwarten. Das Wetter soll ähnlich werden, aber das heiße hier nicht viel, erklärte Mitter und ergänzte, die Wetterberichte seien mit Vorsicht zu genießen. “Wir müssen das auf alle Fälle probieren, wenn es irgendwie geht.”

Brennsteiner freut sich freilich über die Verschiebung, nach seinem Ausfall im Riesentorlauf hofft er auf einen zweiten Renneinsatz. “Cool, dass wir es morgen nochmals probieren. Viele haben Flüge verschieben müssen, für uns ist es kein Problem”, sagte der Salzburger. Erst in der abendlichen Mannschaftsführersitzung wird man wissen, ob auch alle 15 Teams tatsächlich in China bleiben und ihre Teilnahme bestätigen werden.

Truppe hatte bereits bei der Besichtigung festgestellt, dass ein Rennen am Samstag gefährlich werden würde, so hätten sich die Tore gebogen. Die Riesentorlaufvierte blieb nach ihren Technikbewerb extra für den Teambewerb zehn weitere Tage in China. “Ich habe schon zu den Trainern gesagt, ich will keinen Stempel als Olympiatourist bekommen, das wäre extrem bitter. Wir sind hier, um Rennen zu fahren. Es ist ein lässiges Event.” Sie habe sich während der Wartezeit immer wieder drinnen aufgewärmt. “Es war unglaublich, eindeutig der allerkälteste Tag.”

Begonnen wird mit dem Achtelfinale. Da laut Stand Samstagfrüh nur 15 Teams gemeldet waren, hat das topgesetzte Österreich zum Auftakt ein Freilos. Im Viertelfinale wartet der Sieger aus Slowenien gegen Kanada auf Rot-Weiß-Rot.