2026 kehrt Winter-Olympia nach Europa zuürck

Sport / 20.02.2022 • 19:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bei den Abschlussfeierlichkeiten der Olympischen Spiele 2022 in Peking wurde schon auf die nächsten Spiele gedeutet. Mailand und Cortina empfangen 2026 die Welt des Sports.reuters
Bei den Abschlussfeierlichkeiten der Olympischen Spiele 2022 in Peking wurde schon auf die nächsten Spiele gedeutet. Mailand und Cortina empfangen 2026 die Welt des Sports.reuters

Peking Mailand und Cortina d‘Ampezzo sind bereit für den olympischen Pas de Deux 2026: Die Bürgermeister der beiden gastgebenden Städte, Gianpietro Ghedina und Giuseppe Sala, nahmen im Rahmen der Schlussfeier in Peking die olympische Flagge aus den Händen von IOC-Präsident Thomas Bach entgegen. Zwei verschiedene Pole sollen in vier Jahren für Harmonie und Miteinander stehen: Stadt und Berge, Mensch und Natur, Zukunft und Nachhaltigkeit.

Weniger Gigantismus und mehr Nachhaltigkeit hatten die Organisatoren von Mailand und Cortina 2026 schon vorher versprochen. Die Rückkehr nach Europa soll auch eine Abkehr vom „Neuer, Größer, Teurer“ der vergangenen Jahrzehnte sein. „Wir zeigen einen neuen Weg auf“, sagte OK-Chef Giovanni Malago, „wir stoppen die Dynamik, die zu immer größeren Investitionen geführt hat.“ Nach drei höchst umstrittenen Veranstaltungen in Sotschi, Pyeongchang und jetzt in Peking ist in vier Jahren wieder eine klassische Wintersportregion der Ausrichter.

Nachhaltige Spiele

Wettkampfstätten, an denen schon 1956 in Cortina d‘Ampezzo um Olympia-Medaillen gekämpft wurde, sollen wieder genutzt werden, traditionsreiche Austragungsorte wie Bormio, Antholz und Val di Fiemme zur olympischen Bühne werden. „93 Prozent der Wettkampfstätten sind bereits gebaut“, betonte Cortinas Bürgermeister Gianpietro Ghedina, „aber wir müssen definitiv die Infrastruktur modernisieren.“

Die Kehrseite: Bei den ersten Winterspielen in Europa seit Turin 2006 sind große Distanzen zu überbrücken – 400 Kilometer von Mailand nach Cortina, 300 von Cortina nach Bormio, wo getrennt die alpinen Rennen der Frauen und Männer ausgetragen werden.

„Wir zeigen einen neuen Weg auf, stoppen die Dynamik der immer größeren Investitionen.“